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Mehr Rauschgift am Frankfurter Flughafen

Kriminalität Mehr Rauschgift am Frankfurter Flughafen

Gefälschte Potenzmittel, geschmuggelte Vogelspinnen, verbotene Waffen: Der Zoll am Frankfurter Flughafen hat alle Hände voll zu tun. Besonders auffällig in seiner Bilanz ist das massive Auftreten eines aus Ostafrika stammenden Rauschmittels.

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Rauschgifthund Kyra zwischen Gepäckstücken am Frankfurter Flughafen: Mehr als acht Tonnen Rauschgift hat der Zoll am größten deutschen Airport im vergangenen Jahr sichergestellt. Foto: Hauptzollamt Frankfurt am Main

Frankfurt/Main. Mehr als acht Tonnen Rauschgift hat der Zoll am Frankfurter Flughafen im vergangenen Jahr sichergestellt - ein Zuwachs von 1200 Prozent.

Diese erhebliche Steigerung am größten deutschen Airport geht aber allein auf die in ostafrikanischen Ländern sehr beliebte Kaudroge Khat zurück. Bei harten Drogen wie Kokain (144 Kilogramm) oder Heroin (33 Kilo) gab es dagegen einen deutlichen Rückgang. Diese Zahlen aus seiner Jahresbilanz gab das Hauptzollamt Frankfurt bekannt.

Dessen Leiter Albrecht Vieth macht für die Beschlagnahme von 7,78 Tonnen luftgetrocknetem Khat (2014: 198 Kilo) geänderte europäische "Verkehrswege" verantwortlich. Für das aus einem Strauch gewonnene Khat, das anregend wirkt, gebe es viel Interesse bei Privatleuten. Vieth räumte aber ein, dass man über die massive Zunahme der Kaudroge und ihrer Abnehmer noch nicht allzu viel wisse. In Deutschland ist Khat ebenso verboten wie beispielsweise in Großbritannien und den Niederlanden

Die Zahl der sogenannten Aufgriffe blieb bei Drogen mit 1658 - pro Tag sind das etwa vier - auf dem Niveau des Vorjahres. 135 Drogenkuriere wurden festgenommen. Darunter waren zwölf sogenannte Schlucker, die das Rauschgift im Körper transportierten.

Beim Kampf gegen die Marken- und Produktpiraterie wurden mehr als

 

260 000 Waren beschlagnahmt. Neben Kleidung, Uhren und Sonnenbrillen waren darunter fast 155 000 gefälschte Tabletten. Dabei geht es vor allem um Potenzmittel, die nach Angaben Vieths zu 80 Prozent aus China und Hongkong stammen.

Neben verbotenen Waffen aller Art stellte der Zoll im vergangenen Jahr auch knapp 8500 lebende Tiere sowie Pflanzen sicher. 14 lebende Vogelspinnen aus Mexiko waren dabei in einem Frachtpaket an einen deutschen Sammler unterwegs.

dpa

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