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Panorama Mindestens 20 Tote durch Explosion in Fabrik
Nachrichten Panorama Mindestens 20 Tote durch Explosion in Fabrik
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13:42 10.09.2016
Bei einem Brand in einer Fabrik in Bangladesch sind mindestens 15 Menschen getötet und 70 weitere verletzt worden. Quelle: EPA
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Dhaka

Bei dem Brand wurden auch zahlreiche Menschen verletzt. Die meisten müssten wegen Verbrennungen behandelt werden, sagte ein Arzt im staatlichen Krankenhaus von Tongi, nördlich der Hauptstadt Dhaka. Die Polizei hatte zuvor von mindestens zehn Todesopfern gesprochen und zugleich gewarnt, dass die Opferzahl weiter steigen könne, weil das Feuer noch nicht unter Kontrolle sei.

Immer wieder Unfälle in Bangladesh

Ausgelöst wurde der Brand nach ersten Erkenntnissen durch die Explosion eines Kessels. Möglicherweise waren in dem Gebäude Chemikalien gelagert worden, die die Ausbreitung des Feuers beschleunigten. Zum Zeitpunkt des Unglücks arbeiteten rund hundert Menschen in der vierstöckigen Fabrik in der Stadt Tongi. Ein Teil des Gebäudes stürzte ein.

In der Fabrik wurden Verpackungen für Tabak und andere Konsumgüter hergestellt. Zu den Kunden sollen auch westliche Großkonzerne gehören. Fernsehbilder zeigten, wie die Feuerwehr auch Stunden nach der Explosion damit kämpfte, die Flammen unter Kontrolle zu bekommen und nach dem Teileinsturz des vierstöckigen Gebäudes ins Innere zu gelangen, um nach Opfern zu suchen. Schwarzer Rauch hüllte das Gelände ein.

Behörden hätten bereits eine Untersuchungskommission zu dem Vorfall eingesetzt, sagte ein Sprecher der örtlichen Regierung. Sie solle innerhalb der nächsten sieben Tage Bericht erstatten. Tödliche Unfälle in Fabriken in Bangladesch sind keine Seltenheit: Oft werden Verpackungen, Kleidung oder andere Textilien unter schlechten Arbeitsbedingungen produziert.

Erst im August hatten sich die Explosion eines Ammoniak-Tanks in einer Düngemittelfabrik in Bangladesch giftige Gase in weiten Teilen der Großstadt Chittagong ausgebreitet. Mehr als 200 Menschen mussten ärztlich behandelt werden, hunderte wurden in Sicherheit gebracht.

Von afp/dpa/RND

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