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Mindestens 43 Tote bei Feuergefechten in Mexikos Drogenkrieg

Kriminalität Mindestens 43 Tote bei Feuergefechten in Mexikos Drogenkrieg

Bei einem der blutigsten Zusammenstöße der vergangenen Jahre zwischen Sicherheitskräften und Bandenmitgliedern in Mexiko sind 42 mutmaßliche Kriminelle und ein Polizist getötet worden.

Mexiko-Stadt. Zu dem dreistündigen Feuergefecht nahe der Ortschaft Tanhuato im Westen des Landes war es gekommen, als Polizei und Militär eine besetzte Ranch inspizieren wollten, wie der nationale Sicherheitsbeauftragte Monte Alejandro Rubido mitteilte.

Als die Uniformierten sich dem mehr als 100 Hektar großen Anwesen im Bundesstaat Michoacán näherten, seien sie aus einem Auto heraus beschossen worden. Die Sicherheitskräfte hätten die Verdächtigen bis zu der Ranch verfolgt und seien dort in einen Schusswechsel mit schweren Waffen verwickelt worden. Bei den Angreifern soll es sich um Mitglieder des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación gehandelt haben, das zu den mächtigsten des Landes zählt.

Die Polizei forderte nach den Worten Rubidos einen Hubschrauber zur Unterstützung an und brachte die Ranch nach drei Stunden schließlich unter ihre Kontrolle. Die Zahl der Toten könne noch weiter steigen, da die Untersuchung des Tatorts noch andauere. Auch die Menschenrechtbehörde verfolge die Ermittlungen.

Bei dem Einsatz wurden drei Verdächtige festgenommen. Zudem beschlagnahmten die Fahnder fast 40 Schusswaffen und einen Granatwerfer. Eine Lagerhalle und sechs Autos gingen bei dem Gefecht in Flammen auf. Der Polizist sei erschossen worden, als er einem verletzten Kollegen helfen wollte.

In der Gegend herrsche eine gespannte Ruhe, sagte Tanhuatos Bürgermeister Ignacio Cuevas nach dem Feuergefecht der Zeitung "Milenio". Seit dem Mord an einem örtlichen Politiker vor knapp zwei Wochen seien die Sicherheitskräfte überall präsent.

Michoacán grenzt an den Bundesstaat Jalisco, die Hochburg des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación. Die Bande trat 2011 erstmals in Erscheinung. Bei Angriffen der Gruppe sind in diesem Jahr bereits etwa 30 Soldaten und Polizisten ums Leben gekommen. Erst am 1. Mai hatte die Bande mit einem Granatwerfer einen Hubschrauber der Streitkräfte abgeschossen.

dpa

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