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Panorama Mordfall in Göttingen: Drei Tatverdächtige vor Haftrichter – einer wieder frei
Nachrichten Panorama Mordfall in Göttingen: Drei Tatverdächtige vor Haftrichter – einer wieder frei
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13:32 03.12.2018
Polizisten sichern den Tatort in Göttingen ab. Quelle: bib
Göttingen

Nach der Festnahme von vier 19 Jahre alten Männern am Wochenende im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt in Göttingen hat die Polizei am Montag einen der jungen Männer wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die anderen drei, so Polizeisprecherin Jasmin Kaatz, sollen am Montagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen dem Haftrichter beim Amtsgericht Göttingen vorgeführt werden. Kaatz weiter: „Alle drei schweigen bislang zu den Vorwürfen.“

Der vierte Tatverdächtige wurde am Sonntagabend im Anschluss an die strafprozessualen Maßnahmen nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Göttingen aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen.

Jetzt 20 Ermittler in der Göttinger Mordkommission

Unterdessen hat die Polizei Göttingen die Mordkommission „MoKo Garten“ personell aufgestockt. Die Arbeit der im Zentralen Kriminaldienst zur Klärung des Gewaltverbrechens geht unterdessen mit Hochdruck weiter. Für die laut Polizei „komplexen Ermittlungen“ wurde die Zahl der Beamten von 15 auf 20 erhöht. Zum Tatmotiv und auch zum Anlass des vermutlich vorausgegangenen Streites gibt es noch keine weiteren Erkenntnisse. Die Ermittlungen dauern an.

Der getötete 28-jährige berufstätige Göttinger war am Samstag gegen 0.15 Uhr hilflos auf den Boden liegend von Passanten gefunden worden. Zunächst, so bestätigt die Polizei, haben die Helfer die schweren Verletzungen gar nicht bemerkt.

Der Rettungsdienst brachte den Mann in die Klinik. „Erst während des Transports fielen die schweren Verletzungen auf“, so Kaatz. Die Ärzte konnten ihn aber nicht mehr retten, der ledige Deutsche erlag wenig später im Klinikum seinen Verletzungen.

Kannten sich die jungen Männer?

Die Polizei ermittelt sei Samstagnacht intensiv, am Sonntag konnte sie die Verdächtigen festnehmen. Ob und wenn wie gut sich die jungen Männer kannten, das, so Kaatz sei jetzt auch Bestandteil der Ermittlungen. Ob eine Waffe benutzt wurde, gibt die Polizei nicht bekannt.

Von Britta Bielefeld/RND

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