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Panorama Mordprozess gegen Ku’damm-Raser ist geplatzt
Nachrichten Panorama Mordprozess gegen Ku’damm-Raser ist geplatzt
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11:57 28.08.2018
Nach dem tödlichen Unfall bei einem illegalen Autorennen auf dem Berliner Ku’damm musste der Prozess neu aufgelegt werden. Quelle: dpa
Berlin

Der neu aufgelegte Mordprozesses um ein illegales Autorennen auf dem Berliner Ku’damm ist geplatzt. Die Hauptverhandlung sei ausgesetzt, teilte das Landgericht Berlin am Dienstag mit. Damit war ein Befangenheitsantrag der Verteidigung gegen die Richter erfolgreich.

Die Staatsanwaltschaft wirft zwei Männern vor, in der Nacht zum 1. Februar 2016 bei einem Rennen einen unbeteiligten 69-Jährigen getötet zu haben. Sie sollen seinen Tod billigend in Kauf genommen haben.

Einer der Angeklagten sitzt im Gerichtssaal. Dort musste er sich mit einem weiteren Angeklagten erneut wegen des illegalem Autorennens mit tödlichem Ausgang auf dem Kurfürstendamm verantworten. Quelle: dpa

Im Februar 2017 waren die 26 und 29 Jahre alten Männer in Berlin wegen Mordes zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden. Das Berliner Landgericht hatte damit bundesweit das erste Mal in einem Raser-Fall lebenslange Freiheitsstrafen wegen Mordes verhängt. Der BGH sah aber den bedingten Tötungsvorsatz als nicht ausreichend belegt an und hob das Urteil im vergangenen März auf. Angeordnet wurden eine neue Beweisaufnahme und eine rechtliche Bewertung.

Die beiden Raser überfuhren bei dem illegalen Autorennen in der Nacht zum 1. Februar 2016 mehrere rote Ampeln. Auf einer Kreuzung der Tauentzienstraße rammte der damals 27-Jährige einen Jeep. Für den standen die Ampeln auf Grün – der Wagen wurde durch den Aufprall 70 Meter weit über die Straße geschleudert. Der 69-Jährige starb noch an der Unfallstelle.

Das Auto des zweiten Fahrers knallte gegen einige Straßenbegrenzungen. Der Unfallort glich einem Trümmerfeld. Beide Raser wurde kaum verletzt. Bei Zusammenstoß fuhren sie etwa 160 Stundenkilometer schnell.

Von RND/dpa

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