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Panorama Mutmaßlicher Bomber von Düsseldorf festgenommen
Nachrichten Panorama Mutmaßlicher Bomber von Düsseldorf festgenommen
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12:19 01.02.2017
Rettungskräfte versorgen Verletzte nach dem Anschlag vor dem Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn (Archivbild). Quelle: dpa
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Düsseldorf

Fast 17 Jahre nach einem Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn mit überwiegend jüdischen Opfern hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Das teilten die Behörden am Mittwoch mit. Ein Richter habe Untersuchungshaft für einen 50-Jährigen aus dem Nachbarort Ratingen angeordnet. Weitere Details wollen die Behörden am Nachmittag bekanntgeben.

Wie „Spiegel Online“ berichtet, nahm ein Spezialeinsatzkommando den Verdächtigen am Mittwochmorgen fest. Der Mann gelte als Waffennarr und sei im Sommer 2000 als Neonazi bekannt gewesen. Schon damals sei ein rechtsextremer Hintergrund des Anschlags vermutet worden. Die Ermittlungen hätten nun ein ausländerfeindliches Motiv bestätigt, schreibt „Spiegel Online“.

Nach Informationen der „Rheinischen Post“ war gegen den Mann schon kurz nach dem Anschlag ermittelt worden. Der Militariahändler habe damals ein Ladengeschäft in der Nähe des Tatorts betrieben. Die Opfer des Anschlags seien bereits über die Verhaftung informiert worden.

Metallsplitter tötete ungeborenes Baby

Bei dem Anschlag vom 27. Juli 2000 waren zehn Menschen verletzt worden – überwiegend jüdische Einwanderer. Die Opfer kamen vom Deutschunterricht an einer Sprachschule. Die Rohrbombe, die um 15.04 Uhr am S-Bahnhof Wehrhahn explodierte, war mit dem Sprengstoff TNT gefüllt. Ein Metallsplitter drang in den Bauch einer schwangeren Frau ein und tötete ihr ungeborenes Baby. Die Frau schwebte in Lebensgefahr. Der Splitterhagel reichte 100 Meter weit.

Im Sommer 2015, 15 Jahre nach dem Bombenanschlag, hatten sich für die Ermittler noch einmal neue Ansätze ergeben. Beweisstücke, darunter das deformierte Geländer, an dem die Bombe hing, sollten auf verwertbare DNA-Spuren untersucht werden. Der Geländerabschnitt, an dem die Bombe hing, war herausgeschnitten und als Asservat verwahrt worden.

Von dpa/RND/wer

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