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Nach Flugzeugunfall keine Spur von drei Vermissten

Unfälle Nach Flugzeugunfall keine Spur von drei Vermissten

Ein Wochenendausflug aus Hessen an die Ostsee endet wohl mit dem Absturz eines Kleinflugzeuges. Im Stettiner Haff werden zunächst nur Trümmer geborgen.

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Taucher, DGzRS und Wasserschutzpolizei suchen im Stettiner Haff nach den Wrackteilen eines Flugzeugs das südlich von Usedom abgestürzt sein soll.

Quelle: Stefan Sauer/Archiv

Heringsdorf/Michelstadt. Nach dem vermutlichen Absturz eines Kleinflugzeugs in Mecklenburg-Vorpommern sind die drei Insassen am Montag weiter vermisst worden.

Taucher, Flugexperten und Polizei suchten am Stettiner Haff nach drei Menschen aus einem Kleinflugzeug, das seit Sonntag vermisst wurde. Mehrere Boote seien im Einsatz gewesen, sagte eine Polizeisprecherin.

Nach ersten Ermittlungen war die Maschine Typ TB 20 am Sonntagmorgen kurz nach dem Start am Flughafen Heringsdorf auf der Insel Usedom ins Stettiner Haff gestürzt. Helfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatten schon kurz danach bei Neverow Wrackteile des Flugzeuges und Teile der persönlichen Ausrüstung aus dem Wasser geborgen, wie eine DGzRS-Sprecherin in Bremen berichtete.

Alle drei Vermissten stammten aus Hessen. Wie ein Sprecher des Flugplatzes in Michelstadt/Odenwald erklärte, waren eine Frau und zwei Männer im Alter von Anfang 50 und Anfang 60 am Freitag nach Usedom geflogen. Dabei seien sie von einer zweiten Maschine begleitet worden - diese sei dann am Sonntag zurückgekehrt. Einer der Männer fliege mehr als sechs Jahre, der andere schon etwa 20 Jahre, hieß es.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung war mit Experten am Stettiner Haff. Sie sollten mit Tauchern und Wasserschutzpolizei die Reste des Flugzeuges bergen und begutachten. Mit einem Sonargerät sollte die Absturzstelle am Montag näher geortet werden. Sie wurde etwa zwei Kilometer südlich der Insel Usedom vermutet. Dort soll das Haff etwa vier Meter tief sein. Danach war der Einsatz der Taucher geplant, was sich allerdings immer wieder verzögerte.

Die Überlebenschancen der Insassen hänge davon ab, ob es sich um einen Absturz oder eine missglückte Notlandung gehandelt habe, sagte ein Sprecher der Bundesstelle. Die Maschine verfüge aber nicht über spezielle Rettungseinrichtungen wie Schleudersitze, es gebe aber einen Notsender, der eventuell eine Ortung ermögliche.

Das Stettiner Haff ist etwa 22 Kilometer lang und bis zu 52 Kilometer breit und nach Fläche fast doppelt so groß wie der Bodensee.

dpa

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