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Nach Tornados in Ostchina: "Die Schäden sind schrecklich"

Wetter Nach Tornados in Ostchina: "Die Schäden sind schrecklich"

Am Tag nach den schweren Unwettern in China zeigt sich das Ausmaß der Verwüstung. Die Zahl der Toten steigt weiter, Tausende Häuser wurden zerstört oder beschädigt.

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Verwüstet: Aus der Luft sind die Zerstörungen im ostchinesischen Unwettergebiet deutlich zu erkennen. Foto: Xi Li

Peking. Die Zahl der Toten nach den Tornados und Unwettern in Ostchina ist auf mindestens 98 gestiegen. 848 Menschen seien verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.

Das stürmische Wetter, begleitet von Hagelschauern und heftigen Niederschlägen, verwüstete am Donnerstag einen Landstrich bei der Stadt Yancheng in der Provinz Jiangsu nördlich von Shanghai.

Einige Dörfer wurden dem Erdboden gleich gemacht. "Die Schäden sind schrecklich. Ich habe so etwas seit Jahren nicht gesehen", sagte Zhou Xiang, der Leiter des Rettungszentrums in Jiangsu. Mehr als 8600 Häuser, zwei Grundschulen und acht Fabriken seien beschädigt oder zerstört worden. Oft waren nur noch Trümmer, Holzbalken und Ziegelsteine zu sehen.

Der Sturm schleuderte Autos hin und her, entwurzelte Bäume und stürzte Masten um. "Der Tornado wirbelte Menschen durch die Luft, was zu vielen Toten führte", sagte Zhou Xiang. Viele seien auch nach Stromschlägen gestorben, verursacht von zerstörten Leitungen.

Verletzte wurden in überfüllten Krankenhäusern und Notunterkünften in öffentlichen Gebäuden versorgt. Patienten lagen auf Betten in den Gängen und notdürftig auf dem Fußboden. Staats- und Parteichef Xi Jinping, der bei einem Gipfel der Shanghaier Kooperationsorganisation in Usbekistan ist, ordnete einen Großeinsatz der Rettungskräfte an. Die Regierung entsandte einen Krisenstab nach Jiangsu.

Extreme Wetterbedingungen waren besonders aus den Gemeinden Funing und Sheyang vor den Toren der Stadt Yancheng gemeldet worden. Die Windböen erreichten dort Geschwindigkeiten bis zu 125 Stundenkilometer. In Funing wurde auch eine Fabrik für Solarzellen zerstört. Laut Einsatzleiter sind noch gefährliche Chemikalien in der Fabrik. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe jedoch nicht. Die Umweltorganisation Greenpeace sah das anders: Laut einer Mitteilung der Umweltschützer hat die Fabrik gegen Auflagen verstoßen, weil sie zu dicht an einem Fluss und nur 150 Meter von einer Wasseraufbereitungsanlage für Anwohner entfernt lag.

In den vergangenen Wochen waren bei starkem Regen in Südchina bereits viele Menschen ums Leben gekommen. Erst am Wochenende starben mehr als 20 Menschen bei Überschwemmungen und Erdrutschen. Mehrere Provinzen im Süden meldeten die heftigsten Regenfälle seit 1998.

dpa

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