Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Panorama „Neun+1-Gebote“ für 850.000 Dollar versteigert
Nachrichten Panorama „Neun+1-Gebote“ für 850.000 Dollar versteigert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 17.11.2016
Auf der etwa 90 Kilogramm schweren Marmortafel sind über 20 Zeilen samaritanische Schrift eingraviert, die dem Hebräischen und Aramäischen entstammt. Quelle: dpa
Anzeige
Los Angeles

Die vermutlich älteste bekannte Inschrift der Zehn Gebote auf Stein aus dem 4. Jahrhundert ist in Kalifornien versteigert worden. Das Höchstgebot lag am Mittwochabend (Ortszeit) bei 850.000 Dollar (794.500 Euro), wie das Auktionshaus Heritage Auctions der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Versteigerung war mit einem Mindestgebot von 250.000 Dollar eröffnet worden. Am Telefon boten zwei Interessenten den Preis hoch. Der Käufer wollte zunächst anonym bleiben.

Auf der etwa 90 Kilogramm schweren, 61 Zentimeter hohen Marmortafel ist über 20 Zeilen samaritanische Schrift eingraviert, die dem Hebräischen und Aramäischen entstammt. Die Tafel wurde 1913 im damaligen Palästina bei Erdarbeiten für eine Bahnstrecke entdeckt.

Neun Original-Gebote, eine Änderung

Dem beim Auktionshaus für Antiquitäten zuständigen Direktor David Michaels zufolge schmückte die Tafel vermutlich den Eingang zu einer Synagoge, die von den Römern zwischen 400 und 600 nach Christus oder auf einem Kreuzzug im 11. Jahrhundert zerstört wurde.

Auf der quadratischen Tafel werden nach einer einleitenden Widmung neun der zehn aus der Bibel bekannten Gebote aufgelistet. An zehnter Stelle folgt die Weisung, auf dem Garizim einen Tempel zu errichten.

Dieser Berg im heutigen Westjordanland bildete bereits zu Zeiten der Perser das religiöse Zentrum der Samaritaner, deren Religionsgemeinschaft heute noch etwa 800 Mitglieder zählt.

Da die israelische Altertumsbehörde (IAA) die Marmortafel zum nationalen Kulturgut erklärt hat, mussten potenzielle Käufer vor Abgabe eines Gebots zustimmen, diese öffentlich auszustellen. Der Rabbi Shaul Deutsch hatte sie 2005 für sein Living Torah Museum in New York gekauft und stellte sie nun zum Verkauf. Sein Museum zeigt Artefakte jüdischer Geschichte und jüdischen Lebens.

Von dpa/RND/zys

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Panorama Körperverletzung und Spannerfotos - Ermittlungen gegen schwäbischen SPD-Chef Förster

Es geht um den Vorwurf der Körperverletzung und um illegale Bildaufnahmen einer Frau: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den schwäbischen SPD-Chef und Landtagsabgeordneten Linus Förster.

17.11.2016
Panorama Behörden gegen Bürgermeisterin - Streit um U-Bahn-Bau am Kolosseum eskaliert

Ein U-Bahn-Bau in unmittelbare Nähe zum Kolosseum sorgt für Aufregung in Italien. Weil die Kosten für den milliardenschweren Bau explodieren, befürchten Experten, dass das Wahrzeichen von Italien darunter leiden könnte.

17.11.2016

Ein Mann hat eine Pfandflasche fast 180.000 Mal in einen Leergut-Automaten gesteckt – und immer wieder herausgeholt. Am Ende hatte er damit knapp 44.000 Euro Pfand ergaunert. Zunächst fiel der Betrug nicht auf.

16.11.2016
Anzeige