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Panorama Noch ein Vermisster nach BASF-Explosion
Nachrichten Panorama Noch ein Vermisster nach BASF-Explosion
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12:41 18.10.2016
Einsatzkräfte der Feuerwehr und ein Schiff an der Unglücksstelle auf dem BASF-Werksgelände. Quelle: dpa
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Ludwigshafen

Die Staatsanwaltschaft Frankenthal hat wegen der schweren Explosion auf dem BASF-Werksgelände in Ludwigshafen Ermittlungen eingeleitet. Ein Gutachter wurde zur Klärung der Ursache eingeschaltet, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.

Zahl der Vermissten sinkt

Nach aktuellen Angaben waren bei der Explosion zwei Menschen getötet worden. Eine weitere Person wird noch vermisst. Sechs Verletzte werden auf der Intensivstation behandelt. Insgesamt wurden 25 Menschen verletzt – 17 davon leicht.

Die Feuerwehr vermutet die vermisste Person im Hafenbecken. Ein Einsatz von Tauchern sei derzeit aber noch nicht möglich, sagte der Chef der Feuerwehr Ludwigshafen, Peter Friedrich, am Dienstag. Sobald keine Gefahr mehr für die Helfer bestehe, sollen sie aber nach dem Vermissten suchen.

Das Großfeuer konnte zwar am Montagabend gelöscht werden. Wegen der unsicheren Lage und der enormen Hitze wahrten die Einatzkräfte zunächst einen Abstand von 300 Metern zum Explosionszentrum. „Für die Rettungskräfte ist es schwer, an den Unglücksort heranzukommen“, sagte ein Polizeisprecher am Morgen.

„Die Suche läuft mit Hochdruck“

Am Montagmittag war es nach Angaben von BASF in einem Werkshafen bei Arbeiten an einer Rohrleitungstrasse zu einer Detonation gekommen, in der Folgen brannten Pipelines mit den brennbaren und explosiven Gasen Ethylen und Propylen.

Mindestens zwei BASF-Mitarbeiter wurden bei der Explosion am Montagvormittag getötet. Quelle: dpa

Am Montag war zunächst von sechs Vermissten die Rede gewesen. Nach dem Abgleich von Mitarbeiterlisten habe sich die Zahl auf zwei und später auf eins reduziert, sagte eine BASF-Sprecherin. Einige Mitarbeiter hatten sich selbst in ärztliche Behandlung begeben.

„Die Suche läuft mit Hochdruck“, sagte eine BASF-Sprecherin. Zuvor hatte das Unternehmen auf seine Homepage Mitgefühl geäußert. “Wir bedauern zutiefst, dass Mitarbeiter verstorben sind und mehrere Menschen verletzt wurden. Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen und ihren Familien“, wird Werksleiter Uwe Liebelt in einer Konzernmitteilung zitiert.

Bislang keine Giftstoffe in der Luft gemessen

Nach einem stundenlangen Großeinsatz hatten die BASF-Werksfeuerwehr und Feuerwehren aus Ludwigshafen und anderen umliegenden Städten die durch die Explosion entstandenen Brände am Montagabend gegen 21.30 Uhr gelöscht.

Kontinuierliche Messungen hätten bislang keine Hinweise auf erhöhte Werte für gefährliche Stoffe ergeben. Auch Lewentz bekräftige, dass es nach sämtlichen bisher vorliegenden Informationen zu keiner Luftbelastung kam. Das bestätigten auch die Feuerwehren Ludwigshafen und Mannheim. „Ich habe den Eindruck, dass alles getan wird, um die Sicherheit der Bevölkerung auf höchstem Niveau sicherzustellen“, sagte der Innenminister.

Von afp/dpa/RND/zys

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