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Nur einer der drei flüchtigen Killer in Argentinien gefasst

Kriminalität Nur einer der drei flüchtigen Killer in Argentinien gefasst

Die Verfolgung von drei getürmten Häftlingen blamiert die Regierung in Argentinien. Entgegen ersten Mitteilungen wurde nur einer der Killer gefasst. Die Anderen sind noch flüchtig - und haben Zeit gewonnen.

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Argentiniens Staatschef Mauricio Macri hatte die Festnahme der Flüchtigen bekannt gegeben - verfrüht.

Quelle: Adriano Machado / Archiv

Buenos Aires. Von drei aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Argentinien ausgebrochenen Mördern ist bislang entgegen erster Berichte nur einer festgenommen worden.

Polizeichef Román Di Santo erklärte am Samstagabend (Ortszeit), einer der Killer sei in Cayastá gefasst worden, 550 Kilometer nördlich von Buenos Aires. Am Samstag hatte die Generalstaatsanwaltschaft die Festnahme der drei Männer mitgeteilt. Präsident Mauricio Macri hatte die Sicherheitskräfte wegen der Festnahmen über den Kurznachrichtendienst Twitter beglückwünscht.

Sicherheitsministerin Patricia Bullrich erklärte, möglicherweise sei die Fehlinformation durch Zusammenarbeit von Sicherheitskräften und organisiertem Verbrechen entstanden. Die beiden noch Flüchtigen hätten durch "falsche Spuren" Zeit gewonnen. Die Ministerin sagte nicht, wer ihr die Falschinformation mitgeteilt hatte, die sie nach eigenen Angaben an den Präsidenten weitergab.

Die drei Männer waren nach ihrer Flucht vor zwei Wochen von Hunderten Sicherheitskräften verfolgt worden. Die Männer hatten 2008 in Buenos Aires drei Geschäftsmänner getötet, die mutmaßlich illegal Ephedrin an das Sinaloa-Kartell in Mexiko zur Herstellung der Droge Crystal Meth lieferten. Der Fall bekam eine politische Komponente, als der nun Gefasste 2015 vor der argentinischen Präsidentschaftswahl den Kabinettschef der damaligen Amtsinhaberin Cristina Fernández de Kirchner, Aníbal Fernández, als Drahtzieher der Tat nannte. Dieser wies die Vorwürfe zurück.

dpa

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