Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Panorama Angeklagte gestehen Millionen-Betrug beim Online-Dating
Nachrichten Panorama Angeklagte gestehen Millionen-Betrug beim Online-Dating
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:16 13.09.2018
In München läuft seit Donnerstag ein Prozess gegen drei Männer, die mit falschen Profilen Nutzer angeflirtet und um Geld geprellt haben sollen. Quelle: dpa
München

In einem Prozess um einen millionenschweren Betrug beim Online-Dating haben vor dem Landgericht München zwei der drei Angeklagten gestanden. Ihre Verteidiger erklärten die Vorwürfe der Anklage am Donnerstag knapp für zutreffend. Der Anwalt des Dritten kündigte ebenfalls ein Geständnis an, dazu kam es aber zunächst nicht mehr. Dank eines sogenannten Deals zwischen allen Prozessbeteiligten können alle drei Angeklagten auf milde Strafen hoffen. Demnach drohen Höchststrafen zwischen drei und viereinhalb Jahren.

Prozess: Falsche Profile auf Online-Dating-Plattformen

Die drei Männer - ein in Hessen geborener Deutscher sowie ein Nigerianer und ein Ghanaer - müssen sich wegen Betrugs verantworten. Sie sollen mit weiteren Tätern auf bekannten Online-Dating-Plattformen falsche Profile angelegt, andere Nutzerinnen und Nutzer angeflirtet und diese schließlich um Geld geprellt haben. Insgesamt soll mehr als eine Million Euro Beute zusammengekommen sein.

Den größten Teil davon zahlte laut Anklage eine Frau aus Starnberg, die auf einer Online-Dating-Plattform einen US-Soldaten namens Thomas Stabler kennenlernte, der nicht existierte. Ihm überwies sie 380.900 Euro, einem angeblichen Anwalt gab sie im Hotel Bayerischer Hof in München zusätzlich noch 128.000 Euro - in bar. Eine Frau aus der Nähe von Frankfurt am Main wurde auf ähnliche Art und Weise um mehr als 125.000 Euro gebracht.

„Love Scamming“ als verbreitete Betrugsmasche beim Online-Dating

„Love Scamming“ heißt diese inzwischen relativ verbreitete Masche, auf die vor allem ältere Internetnutzer immer wieder reinfallen. Nach Angaben des Münchner Polizeipräsidiums kommt es selten vor, dass Fälle wie dieser wirklich vor Gericht landen. „Die Ermittlungen in dem Bereich sind sehr schwierig“, sagte ein Sprecher. „Die Wahrscheinlichkeit, die Täter hinter den Fake-Profilen zu finden, ist nicht sehr groß.“

Wie viele Frauen und Männer bayern- oder bundesweit zu Opfern dieser Betrugsmasche werden, ist unklar. Das Bundeskriminalamt (BKA) und auch das bayerische Landeskriminalamt (LKA) erheben nur Zahlen zum Online-Betrug allgemein. In Sachsen hat das LKA dagegen gezählt und kommt im vergangenen Jahr auf 181 Fälle. Nach Angaben der bayerischen Polizei dürfte die Dunkelziffer in jedem Fall sehr viel höher liegen, weil viele Opfer sich schämten, auf die Masche hereingefallen zu sein.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zwei 16 und 19 Jahren alten Jugendliche haben in Gadebusch in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Luftdruckgewehr auf eine Bushaltestelle geschossen. Dabei verletzten sie ein 14-jähriges Mädchen am Kopf. Das Motiv der Schützen ist noch unklar.

13.09.2018
Panorama „Bibis Beauty Palace“ - Youtuberin Bibi hat geheiratet

Sie haben „Ja“ gesagt: Die Youtube-Stars Bibi und Julian haben am Mittwoch ihre Hochzeit gefeiert. In einem Video auf ihrem Kanal „Bibis Beauty Palace“ und auf ihrem Instagram-Profil berichtet Bianca Heinicke alias Bibi von ihrem großen Tag.

13.09.2018

Ein Mann hat mit seiner Erntemaschine eine Spritztour der etwas anderen Art unternommen. Der Lenker verursachte in der Nähe von Mainz einen Unfall. Er ruft seinen Bruder zu Hilfe – der lässt sich nicht zweimal bitten und fährt unter Kokaineinfluss zur Unfallstelle.

13.09.2018