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Panorama Oscar-Panne: Wie konnte das passieren?
Nachrichten Panorama Oscar-Panne: Wie konnte das passieren?
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10:53 27.02.2017
Bester Film ist „Moonlight“ und nicht „La La Land“ – Warren Beatty zeigt zum Beweis den Umschlag mit dem Gewinner des Oscars. Quelle: Invision/AP
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Hollywood

Diese Oscar-Panne ist wohl einmalig: Beim letzten und wichtigsten Preis der Gala wird der falsche Film ausgerufen, nämlich das Musical „La La Land“. Als die Panne bekannt wird und das Drama „Moonlight“ den Preis als bester Film bekommt, sind die Stars im Saal in Hollywood ebenso ratlos wie Millionen Zuschauer weltweit.

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Die Oscars sind mit einer Riesenpanne zu Ende gegangen: Die Schauspieler Warren Beatty und Faye Dunaway gaben den letzten Preisträger bekannt - und nannten fälschlicherweise das Musical „La La Land“. Warren Beatty hatte noch gezögert: Als er den roten Umschlag öfffnete, las er das Kärtchen, stutzte, schaute nochmal in den Umschlag, las erneut das Kärtchen und hielt es Faye Dunaway hin. Sie las laut: „La La Land“.

Was ist in den letzten Minuten der Show passiert?

Die Schauspieler Warren Beatty und Faye Dunaway präsentieren den Oscar für den besten Film. Er öffnet den roten Umschlag, liest das Kärtchen, stutzt, schaut nochmal in den Umschlag, liest erneut das Kärtchen und hält es dann seiner Kollegin hin. Dunaway liest laut: „La La Land“. Während die Produzenten ihre Dankesreden halten, wird aber korrigiert: „Moonlight“ ist der Gewinner.

Was stand denn genau auf Beattys Karte?

Auf Bildern der Show ist deutlich zu lesen, was auf dem Umschlag in Beattys Händen steht: „Actress in a leading role“ – also Hauptdarstellerin. Auch Beatty erklärt, auf der Karte habe gestanden: „Emma Stone, La La Land“. Es war also der Gewinner-Umschlag für diese Kategorie, nicht für die Kategorie bester Film.

Wann hat denn Emma Stone ihren Oscar gewonnen?

Direkt vor dem Auftritt von Beatty und Dunaway hatte die 28-Jährige ihren Oscar in Empfang genommen. Und hinter der Bühne erzählte Stone: „Ich habe meine Gewinnerkarte die ganze Zeit in den Händen gehalten.“

Wie kann das sein – gibt es tatsächlich zwei Gewinnerkarten mit dem Namen „Emma Stone“?

Ja, es gibt zu jeder der 24 Kategorien zwei identische Umschläge.

Warum ist das so?

Aus Sicherheitsgründen. Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen PricewaterhouseCoopers ist für die geheime Zählung und Auswertung der Stimmen der mehr als 6600 Mitglieder der US-Filmakademie zuständig. Wenn dies geschehen ist, werden zweimal 24 Karten gedruckt und in Umschläge verpackt. Ein vollständiger Satz Umschläge kommt in eine spezielle Aktentasche von PwC-Mitarbeiter Brian Cullinan, der andere Satz kommt in die Tasche von PwC-Mitarbeiterin Martha L. Ruiz. Sollte eine Tasche abhanden kommen, hat man immer noch die zweite.

Und was passiert während der Oscar-Gala?

Die beiden PwC-Mitarbeiter stehen mit ihren Aktentaschen an der Seite der Oscar-Bühne – einer links, einer rechts. Je nachdem, von welcher Seite ein „Presenter“ auf die Bühne kommt, nimmt er einen Umschlag von Ruiz oder von Cullinan entgegen. Damit es dabei nicht zu einem Durcheinander kommt, ist die Preiskategorie vorne auf dem roten Umschlag aufgedruckt.

Was ist diesmal schiefgelaufen?

Genau weiß man das noch nicht. PricewaterhouseCoopers entschuldigte sich für die Panne. Den Laudatoren seien versehentlich die Umschläge für die falsche Kategorie überreicht worden, heißt es in einem Statement der Wirtschaftsprüfer, die seit Jahrzehnten auch für die geheime Zählung und Auswertung der Stimmen bei der Oscar-Abstimmung zuständig sind. „Wir untersuchen derzeit, wie das passieren konnte, und bedauern zutiefst, dass das vorgefallen ist.“

Denkbar ist: Es wurden versehentlich beide Emma-Stone-Umschläge ausgehändigt – einmal von links an Leonardo DiCaprio (der den Preis für die weibliche Hauptrolle verkündete) und einmal von rechts an Warren Beatty (der eigentlich den Umschlag für den besten Film erhalten sollte).

Von dpa/RND/sin/wer

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