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Panorama Papst gedenkt Kriegs- und Terroropfer
Nachrichten Panorama Papst gedenkt Kriegs- und Terroropfer
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16:33 25.12.2016
Papst Franziskus spendet in Rom den Segen „Urbi et Orbi“. Quelle: AFP
Rom

Papst Franziskus hat am ersten Weihnachtsfeiertag den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“ (der Stadt und dem Erdkreis) gespendet. Auf dem Petersplatz in Rom erinnerte er dabei an das Leiden der Menschen in den Krisengebieten der Welt. Er wünschte Frieden all jenen, die unter Hunger und Gewalt leiden, den Flüchtlingen und Migranten sowie den Opfern von Menschenhandel. „Friede den Völkern, die wegen der wirtschaftlichen Ambitionen Weniger und wegen der habgierigen Gefräßigkeit des versklavenden Götzen Geld Leid tragen“, fügte er hinzu.

Papst Franziskus hat den Segen „Urbi et Orbi“ gespendet und in seiner Weihnachtsbotschaft zu Frieden in aller Welt aufgerufen. Zugleich gedachte er der Opfer von Krieg und Terror.

Beim Weihnachtssegen erinnerte der Papst darüber hinaus an die Opfer der Terrorattentate in Nizza und Berlin. „Friede denen, die einen geliebten Menschen verloren haben durch grausame Terrorakte, die im Herzen vieler Länder und Städte Angst und Tod gesät haben.“

Das Kirchenoberhaupt ging auch ausführlich auf die Situation in Syrien ein. Verstärkte Friedensbemühungen für das Land seien nötig, unterstrich er. Aleppo sei in den vergangenen Wochen „Schauplatz einer der grauenhaftesten Schlachten“ gewesen. Er forderte dringende Hilfen für die erschöpfte Zivilbevölkerung in Syrien. Deren Menschenrechte müssten unbedingt geachtet werden, mahnte der Papst. „Es ist Zeit, dass die Waffen endgültig schweigen und die internationale Gemeinschaft sich aktiv dafür einsetzt, dass eine Lösung auf dem Verhandlungsweg gefunden und das zivile Zusammenleben in diesem Land wieder hergestellt wird.“

Erneute Friedensbemühungen forderte der Papst auch zur Beilegung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern. Beide Seiten müssten Mut und Entschlossenheit aufbringen, um eine gemeinsame Zukunft ohne Hass und Vergeltung aufzubauen, betonte Franziskus. Angesichts des Staatenzerfalls in Libyen und im Jemen rief er dazu auf, Einheit und Zusammenhalt wiederfinden, da die Bevölkerungen unter dem Krieg und unter grausamen terroristischen Aktionen litten.

Besonderes Augenmerk legte Franziskus auch auf die Konflikte in afrikanischen Ländern. „Friede den Männern und Frauen besonders in Nigeria, wo der Terrorismus sogar Kinder ausnutzt, um Schreckenstaten und Mord zu verüben“, sagte er in seiner Weihnachtsbotschaft. Bemühungen um eine Überwindung der Konflikte mahnte er auch für den Südsudan und die Demokratischen Republik Kongo an.

Von RND/fw/dpa/epd

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