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21:14 11.03.2018
Maria Grazia Chiuri machte bei Dior schon mit dem “We should all be feminists“-Shirt Furore. Jetzt folgt der Pullover dazu: “Nein heißt Nein, Nein und nochmals Nein“. Quelle: imago
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Paris

Ein gigantischer Kubus, bestückt mit Hunderten von blinkenden Scheinwerfern, mitten auf dem Place de Varsovie – im Hintergrund der Eiffelturm: Eindrucksvoller hätte die Pariser Modewoche kaum beginnen können. Wäre da nicht das Wetter. Minusgrade, eisiger Wind und leichter Schneefall setzten den Besuchern zu. Denn echte Modefans werfen ihre ästhetischen Grundsätze nicht so einfach über Bord.

“Schals stehen mir einfach nicht“, sagte eine Besucherin, schlotternd und mit freiem Hals, vor dem Eingang der Saint-Laurent-Show. Daran konnten auch gefühlte Minus zwölf Grad anscheinend nichts ändern. Besonders hart im Nehmen war an dem Abend auch Charlotte Gainsbourg. Die Schauspielerin kam mit Hotpants und nackten Beinen zur Show.

Nackte Beine bei Minusgraden: Die französische Schauspielerin Charlotte Gainsbourg besucht die Modewoche in Hotpants. Quelle: imago

François-Henri Pinault, der Präsident der Kering-Gruppe, zu der auch Saint Laurent gehört, hat mit der französischen Modemarke einen Goldesel im Haus. Das ließ jedenfalls die imposante Location erahnen. Wer mal eben eine riesige Gebäudestruktur auf den Trocadero bauen lässt und damit mehr als eine Woche lang die darunter liegenden Fontänen lahmlegt, der muss gut bei Kasse sein.

Seine gewohnt sexy Kleider, Lederhotpants und tiefen Dekolletés ließ sich der Chefdesigner Anthony Vaccarello auch diese Saison nicht nehmen. #MeToo hin oder her, die Stücke verkaufen sich wohl bestens.

Sexy Kleider, Hotpants und tiefe Dekolletés: Chefdesigner Anthony Vaccarello von Saint Laurent blieb seinem Erfolgsrezept treu. Quelle: imago/Starface

Weniger Pomp, dafür politische Botschaften gab es wie immer bei Dior. Die Wände um den Laufsteg herum waren über und über mit Plakaten, Texten und Slogans aus den Sechzigerjahren tapeziert. Ein Pullover mit der Aufschrift “C’est non non non et non“ (“Nein heißt Nein, Nein und nochmals Nein“) eröffnete die Show, was eine Verbindung zu Maria Grazia Chiuris Lieblingsthema Feminismus darstellt.

Die Kreativdirektorin von Dior schickte schon bei ihrer ersten Kollektion vor anderthalb Jahren den Slogan “We should all be feminists“ über den Laufsteg. Wenn man sich die Diskussionen über sexuelle Belästigung und Geschlechtergerechtigkeit – #MeToo und #TimesUp – anschaut, muss man sagen: Sie hat sich als Zukunftsleserin bewiesen.

Knapp oder weit, tough oder sexy: Bei den Kreationen aus der Herbst/Winter Kollektion 2018/2019 von Christian Dior dürfen Frauen tragen, worauf sie Lust haben. Quelle: AP

Außerdem zeigt Chiuri ganz nebenbei, wie eine Kollektion für Frauen auszusehen hat. Ob Schottenkilts oder transparente Röcke, Bikerjacken oder Patchworkkleider, weite Parkas oder knappe Bustiers, leicht bekleidet oder hochgeschlossen: Frauen sollten tragen, worauf sie Lust haben. Und bei Chiuri haben sie die Wahl.

Für den belgischen Designer Dries Van Noten ist die Frau seit jeher feminin und maskulin zugleich. Über einen weit geschnittenen, schwarzen Männeranzug trägt sie eine bunte Federboa, einen bestickten Bleistiftrock mischt sie mit einem lässigen Streifenhemd, karierte Anzüge mit Peeptoes. Brüche sollen den Look interessant machen.

Von Estelle Marandon

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