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Panorama Pendlerzug kracht in Bahnhof
Nachrichten Panorama Pendlerzug kracht in Bahnhof
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17:26 29.09.2016
Helfer versuchen Opfer des Zugunglücks zu bergen. Quelle: afp
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New York

Im Großraum der Millionenmetropole New York ist im morgendlichen Berufsverkehr ein Pendlerzug in einem Bahnhof verunglückt. Bilder zeigen schwere Teile, die von der Decke gestürzt sind. Stahlsäulen sind wie Zahnstocher umgeknickt, überall verwundete Menschen und rufende Rettungskräfte.

Offenbar ist der Zug bei der Einfahrt entgleist und dann unkontrolliert in den Bahnhof gekracht. Die Waggons waren voll mit Berufspendlern auf dem Weg zur Arbeit. Dutzende Verletzte würden befürchtet, berichteten US-Medien unter Berufung auf Rettungskräfte. Einige Medien meldeten sogar mehr als 100 Verletzten, eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

NBC: Drei Tote und 75 Verletzte

Mittlerweile ist die Rede von mindestens einem Toten. Dem Sender „NBC“ zufolge seien mindestens drei Menschen ums Leben gekommen und mehr als 75 weitere verletzt worden. Das habe die lokale Rettungsbehörde bestätigt.

Retter bringen ein Opfer in Sicherheit und zur Versorgung ins Krankenhaus. Quelle: afp

Die Ursache für das Unglück ist noch unklar. Es habe am Bahnhof von Hoboken einen „schweren Unfall gegeben“, der Zugverkehr sei komplett eingestellt, teilte die örtliche Nahverkehrsgesellschaft mit. Der Zug kam von Spring Valley, New York, und sollte Hoboken um 8.38 Uhr Ortszeit erreichen. Der Unfall geschah um 8.45 Uhr.

Unfallexperten sollen die Ursache klären

Die US-Eisenbahnbehörde FRA teilte mit, Ermittler seien auf dem Weg nach Hoboken, das nur durch den Hudson River von Manhattan getrennt ist und im Bundesstaat New Jersey liegt. Bislang gebe es keine Hinweise auf einen Terroranschlag. Ob es an einem technischen Versagen oder am Zugführer lag? Die Ermittlungen sollen Antworten liefern.

US-Fernsehsender zeigten Bilder des Bahnhofs, in dem erhebliche Sachschäden entstanden zu sein schienen. Der Bahnhof von Hoboken ist einer der meistbenutzten Pendlerbahnhöfe im Umkreis von New York.

Zeugen berichten von etlichen Verletzten

Zeugen berichten, wie Panik in den Waggons ausbrach. „Ich sah blutige Gesichter, hörte die Menschen schreien“, berichtet eine Zeugin der New York Times. Ein anderer berichtete von Stromkabeln, die aus der Wand ragten, Wasser, das von der Decke tropfte und von einem eingestürzten Dach. „Die Menschen versuchten, durch die Fenster des Zuges nach draußen zu klettern.“

Bhagyesh Shah, ein Passagier aus dem zweiten Waggon, steht noch unter Schock. Aber er lebt. Der Unfall habe sich angefühlt wie ein Ewigkeit, auch wenn es in Wahrheit nur wenige Sekunden waren, sagte er im TV. „Ich sah eine Frau, die von schweren Betonteilen begraben wurde, ein Mann schrie, da waren so viele Verletzte.“ Ein weiterer Passagier berichtet von einem extrem lauten Knall. „Dann waren die Lichter aus.“

Hobaken gehört zu den größten Pendlerbahnhöfen im Großraum New York, der täglich von mindestens 50.000 Menschen genutzt wird.

Helfer kümmern sich um die Verletzten, dies sich aus dem Unglückszug befreien konnten. Quelle: afp

Nancy Bido saß in der Mitte des Zuges. Es habe sich angefühlt, als ob der Zug viel zu schnell gefahren sei, berichtet sie. Sie verletzte sich am Kopf als sie bei dem Unfall mit einer Person vor sich zusammenstieß. „Alle waren geschockt und bestürzt, es herrschte Panik“.

Von RND/Carsten Bergmann

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