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Panorama Peru kämpft gegen die Fluten
Nachrichten Panorama Peru kämpft gegen die Fluten
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11:35 22.03.2017
In Peru kämpfen die Menschen mit Schubkarren gegen Schlamm- und Wassermassen, Quelle: imago
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Lima

Mindestens 78 Todesopfer hat das Klimaphänomen „Küsten-El-Niño“ in Peru schon gefordert. Insgesamt sind mehr als 600.000 Menschen betroffen. Jetzt schränken die Behörden auch den Schiffsverkehr drastisch ein: Wegen „anomaler Wellen“ sind 23 Pazifikhäfen vorübergehend geschlossen. Wie das Katastrophenzentrum mitteilte, wird die Sperrung bis mindestens Mittwoch andauern und gehe auf eine Forderung der Schifffahrtsdirektion der Marine zurück.

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Nach den stärksten Regenfällen seit Jahren seht das Land in weiten Teilen unter Wasser.

Vermutet wird ein Zusammenhang mit dem für Wissenschaftler rätselhaften Klimaphänomen „Küsten-El-Niño“, das sich bisher auf die peruanische Küste beschränkt. Das Meereswasser vor der Küste ist um rund fünf Grad wärmer als um diese Jahreszeit üblich. Stellenweise wurden sogar zehn Grad mehr gemessen.

Ganze Ortschaften sind zerstört

Wegen der dadurch ausgelösten starken Verdunstung des Wassers kam es zu heftigen Regenfällen in den Anden, was die Flüsse anschwellen ließ und zu dramatischen Überschwemmungen und Erdrutschen führte. Ganze Ortschaften wurden durch die reißenden Ströme zerstört - das Gefälle von den Anden zur Küste verschlimmerte die Lage noch.

Mindestens 78 Menschen kamen dadurch bisher ums Leben, Der größte und wichtigste Hafen des Landes, Callao bei der Hauptstadt Lima, bleibt aber vorerst offen.

Die Schulen in Lima bleiben vorerst geschlossen. Seit Tagen ist die Trinkwasser-Aufbereitung in der Hauptstadt wegen der Fluten und des mitgeführten Gerölls stark eingeschränkt. Präsident Pedro Pablo Kuczynski forderte die internationale Gemeinschaft zu mehr Anstrengungen gegen den Klimawandel auf.

Klimaphänomen löst extreme Wetterbedingungen aus

Ob sich aus diesem Phänomen die als El Niño bekannte großräumige Erwärmung des Pazifiks entwickeln werde, ist nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) noch unklar. Das globale Klimaphänomen löst extreme Wetterbedingungen aus - von Dürren bis zu Hurrikans. Im zentralen Pazifik gebe bisher keine „große Abweichung der Meeresoberflächentempertauren“. Diese sind laut DWD maßgeblich für die Diagnose des Phänomens.

Weil seine Auswirkungen oft in der Weihnachtszeit bemerkt wurden, wurde es El Niño getauft, spanisch für Christkind. Auch in Peru begannen die ungewöhnlichen Wetterentwicklungen wieder um diese Zeit.

Von RND/dpa/are

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