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Panorama Polanski wegen Kindesmissbrauchs im Visier
Nachrichten Panorama Polanski wegen Kindesmissbrauchs im Visier
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11:15 13.12.2017
Regisseur Roman Polanski. Quelle: PAP
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Los Angeles

Die Polizei von Los Angeles ermittelt wieder gegen Roman Polanski – wegen sexuellen Missbrauchs. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde. Dabei soll es um einen Vorfall gehen, der sich bereits 1975 zugetragen haben soll.

Mehrere US-Medien berichten, dass es konkret um der Vorwurf des Kindesmissbrauchs gehen soll. Demnach wirft die Künstlerin Marianne Barnard dem Regisseur vor, sich ihr genähert zu haben, als sie gerade einmal zehn Jahre alt war. Die Polizei wollte sich zum möglichen Opfer zunächst nicht näher äußern. Laut Polizeisprecher Joh Rubenstein könnte dem 84-Jährigen – selbst wenn es genug Beweise gibt – nicht der Prozess gemacht werden, weil die Tat nach kalifornischen Recht seit 1992 verjährt ist.

Barnard hatte im Oktober auf Twitter behauptet, Polanki habe sie vor 42 Jahren an einem Strand von Malibu nackt in einem Pelzmantel fotografiert und sich danach an ihr sexuell vergangen. Am Dienstag bekräftigte die Frau ihre Vorwürfe erneut bei Twitter. Ein Sprecher des Oscargewinners streitet das ab: „Er weiß nicht einmal, wer die Frau ist.“ Und auch Polanskis Anwalt nennt die Vorwürfe in einer Stellungnahme „falsch“. „Wir haben die LAPD kontaktiert und werden alle Informationen, die wir haben, weitergeben und sie drängen, vollständige und gründliche Ermittlungen durchzuführen“, sagte der Jurist.

Barnard hat derweil eine Online-Petition gestartet, mit der sie erreichen will, dass Polanski aus der Filmakademie ausgeschlossen wird.

In den USA läuft gegen Polanski seit 40 Jahren ein Verfahren. Ihm wird sexueller Missbrauch einer 13-Jährigen vorgeworfen. Polanski hatte damals unerlaubten Sex mit dem Mädchen zugegeben, sich kurz vor der Verkündung des Strafmaßes aber ins Ausland abgesetzt. 2010 hatte die ehemalige Schauspielerin Charlotte Lewis dem Regisseur vorgeworfen, sie 1983 als 16-Jährige bei einem Casting missbraucht zu haben. Im Oktober hatte die Münchner Schauspieler Renate Langer in der „Schweiz Anzeige“ gegen Polanski erstattet. Sie gab zu Protokoll, 1972 mit 15 Jahren nach einem Casting in dessen Chalet in Gstaad vom Regisseur zum Sex gezwungen worden zu sein.

Von RND/sin/dpa

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