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Panorama Tatort Weihnachtsmarkt? Polizei ermittelt nach möglichem Sex-Vorfall
Nachrichten Panorama Tatort Weihnachtsmarkt? Polizei ermittelt nach möglichem Sex-Vorfall
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09:34 05.12.2018
Der Weihnachtsmarkt in Stralsund: Ein Tatort? Nach einem Besuch kam eine Frau mit Erinnerungslücken und Verletzungen zum Arzt. Quelle: Stefan Sauer/dpa
Stralsund.

Die Kriminalpolizei ermittelt nach einem möglichen Sexualdelikt auf dem Stralsunder Weihnachtsmarkt. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, soll eine 50-jährige Frau mit einer Bekannten am 30. November auf dem Weihnachtsmarkt zunächst Glühwein getrunken haben. Am nächsten Tag habe sie sich einem Arzt vorgestellt, weil sie verschiedene Verletzungen und gesundheitliche Beschwerden gehabt habe, die aus ihrer Sicht nicht erklärbar seien.

Der Befund des Arztes sowie in dem Behandlungsgespräch festgestellte Erinnerungslücken könnten auf die Einnahme von sogenannten K.o.-Tropfen und ein versuchtes oder vollendetes Sexualdelikt hindeuten, hieß es auf Anfrage bei der Polizei. Der genaue Ort, an dem sich die Tat ereignet haben könnte, ist laut Polizei aber unklar. Zudem gebe es eine weitere Frau, bei der ähnliche gesundheitliche Probleme diagnostiziert worden seien, die aber keine Verletzungen aufwies, die auf einen sexuellen Übergriff hinweisen könnten.

K.o.-Tropfen im Glühwein? Erinnerungslücken und Verletzungen

Polizeisprecherin Claudia Tupeit sagte, dass nicht auszuschließen sei, dass den Frauen K.o.-Tropfen in den Glühwein geschüttet worden seien, die Ergebnisse einer entsprechenden Blutuntersuchung würden aber noch ausstehen. Die Polizei habe den Vorfall dennoch veröffentlicht, weil in den sozialen Medien bereits von vier Vergewaltigungen auf dem Stralsunder Weihnachtmarkt die Rede gewesen sei. Tupeit: „Dafür liegen uns bisher definitiv keinerlei Anhaltspunkte vor.“

Konkrete Maßnahmen, wie die Stärke des Sicherheitspersonals auf dem Weihnachtsmarkt zu erhöhen, sind bisher nicht geplant. Rathaussprecher Peter Koslik betonte aber, dass der Veranstalter, die Stadtverwaltung und die Polizei in Kontakt stünden, um die Sicherheitslage fortlaufend zu bewerten. Koslik: „Wenn es die Situation erfordert, erfolgen im Hintergrund Abstimmungen zwischen allen Beteiligten.“

Von RND/Benjamin Fischer

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