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Panorama Polizei fahndet mit Hochdruck nach Marcel H.
Nachrichten Panorama Polizei fahndet mit Hochdruck nach Marcel H.
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07:37 10.03.2017
Mit diesem Bild sucht die Polizei nach dem 19-jährigen Marcel H. Quelle: Polizei Bochum
Bochum

Marcel H. aus Herne hat seinen neunjährigen Nachbarn ermordet – das zumindest behauptet der 19-Jährige in einem Internet-Video. Er habe den Jungen erstochen. Nach dem Hinweis eines Nutzers aus dem Darknet fand die Polizei die Leiche des Neunjährigen im Keller von Marcel H.

Seitdem sucht die Polizei mit einem Großaufgebot nach dem mutmaßlichen Mörder – bisher erfolglos. Es seien inzwischen Hinweise aus ganz Deutschland eingegangen, sagte der Sprecher der Bochumer Polizei, Volker Schütte, am Mittwochmorgen. So sei H. beispielsweise in einem Fernreisebus nach Frankfurt, in Berlin und im Ruhrgebiet gesichtet worden. Doch keiner der Hinweise habe sich bestätigt.

Im nordrhein-westfälischen Herne ist ein neunjähriger Junge umgebracht worden. Als mutmaßlicher Täter gilt ein 19 Jahre alter Mann.

Polizei befürchtet zweites Verbrechen

Unterdessen kann die Polizei auch ein zweites Verbrechen nicht ausschließen. In einem von der Polizei veröffentlichten Chatprotokoll hieß es: „Ich habe mich in die Hand geschnitten, als ich das 120 kg Biest bekämpfte. Sie leistete mehr Widerstand als das Kind. Ich folterte aus ihr die Daten für Bank, PC und Telefon heraus, deshalb kann ich den Namen nicht veröffentlichen.“ Der mutmaßliche Täter hatte sich laut Angaben der Polizei als der flüchtige Mörder des neunjährigen Jungen aus Herne ausgegeben.

Möglicherweise handele es sich auch um eine Falschmeldung, so die Polizei. Dennoch müssten alle Hinweise ernstgenommen werden.

„Sprechen Sie den Verdächtigen nicht an“

Der Flüchtige wird als rund 1,75 Meter groß, blond und sehr schlank beschrieben. Zudem sei er Brillenträger und trage eine Hose und Weste in Tarnfarben. Auch die Polizei Hagen unterstützt die Fahndung mit einem Facebook-Aufruf.

Die Polizei warnt davor, den Flüchtigen anzusprechen. Es sei absolute Vorsicht geboten, Marcel H. sei „gemeingefährlich“, warnte Schütte. Wer den Verdächtigen sieht, solle nicht eigenmächtig handeln, sondern sofort den Notruf wählen. „Diese Menschen stehen unter einem enormen Druck“, betonte Schütte. „Wir hoffen einfach nur, dass er aufgibt.“

Von RND/are

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