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Panorama Polizei fahndet nach Ex-Geliebtem
Nachrichten Panorama Polizei fahndet nach Ex-Geliebtem
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13:17 16.09.2016
Ort des Schreckens: In diesem Haus in Kirchroth ist eine schwangere Frau attackiert und getötet worden. Auch das Ungeborene überlebt den Angriff nicht.   Quelle: dpa
Kirchroth

 Am Tag nach der Tat in Kirchroth bei Straubing sucht die Polizei nach dem tatverdächtigen ehemaligen Geliebten: Es handelt sich demnach um den 39-Jährigen Franz-Xaver Holmer aus Bogen. Er ist 1,83 Meter groß, schlank, hat blaue Augen, rotblondes, welliges Haar und spricht mit bayerischem Dialekt.

 „Es gab eine persönliche Beziehung zwischen Täter und Opfer. Sie hatten vor Monaten eine Liebesbeziehung,“ sagte Klaus Dieter Fiedler von der Staatsanwaltschaft Straubing am Donnerstag. Der Mann wurde noch nicht gefasst. „Der Aufenthaltsort des Verdächtigen ist noch unbekannt. Wir fahnden öffentlich nach ihm“, sagte Fiedler.

Bei der Polizei gingen nach dem Fahndungsaufruf vom Donnerstag aber zahlreiche Anrufe ein. „Es gab Hinweise aus dem Raum Straubing, aus ganz Deutschland und sogar aus Italien und Österreich“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern am Freitag in Straubing.

Ging der Polizei in Bayern ins Netz: Der mutmaßliche Mörder Franz-Xaver H. Quelle: Polizei

Die Frau erlitt Stich- und Schnittverletzungen

 Der Mann steht unter dringendem Verdacht, die schwangere 45-Jährige am Mittwochnachmittag in deren Einfamilienhaus attackiert zu haben. Die Frau erlitt nach Angaben der Staatsanwaltschaft zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen.

Die Ergebnisse der Obduktion sollen an diesem Freitag bekanntgegeben werden. Ein Messer, das als Tatwaffe in Frage kommt, wurde sichergestellt und wird nun von Experten untersucht.

Ehemann hat das Opfer gefunden

Der Ehemann der 45-Jährigen hatte am Mittwochnachmittag das Opfer gefunden und einen Notarzt gerufen. Die Hilfe kam jedoch zu spät. Die 45-Jährige, die ersten Erkenntnissen zufolge im etwa sechsten Monat schwanger war, erlag am späten Mittwochabend ihren schweren Verletzungen in einem Krankenhaus. Der Fötus war bereits unmittelbar nach der Attacke gestorben.

Ob es sich bei dem Gesuchten um einen Stalker handelt, ist nicht bekannt. Klar ist indes, dass sich die Frau zum Tatzeitpunkt allein im Haus aufhielt.

Von RND/dpa

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