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Panorama Polizei identifiziert im Koma liegenden Jogger
Nachrichten Panorama Polizei identifiziert im Koma liegenden Jogger
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18:27 13.07.2018
Die Polizei konnte den im Koma liegenden Jogger identifizieren. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Berlin

Die Berliner Polizei hat den unbekannten Jogger identifiziert, der seit vier Monaten im Koma liegt. Es handele sich um einen 74-jährigen alleinlebenden deutschen Mann mit iranischen Wurzeln, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Er lebt in der Brandenburgischen Straße in Berlin-Wilmersdorf. Der Mann sei aufgrund eines Hinweises zu den beiden Schlüsseln identifiziert worden, die er bei sich trug.

Der Jogger war am 13. März im Volkspark Wilmersdorf zusammengebrochen und bei dem Sturz mit seinem Kopf auf einen Stein aufgeschlagen. Er war schon bewusstlos, als ihn Passanten fanden und den Rettungswagen riefen. Seitdem liegt der Mann auf der Intensivstation der Charité. Nach seinem Unfall hatte ihn trotz mehrerer Aufrufe der Polizei niemand als vermisst gemeldet.

Polizeischüler machten den Schlüsseltest

Zur Identifizierung hatte die Polizei zuletzt eine weitere umfangreiche Suchaktion gestartet. Am Dienstag wurde ausprobiert, ob ein Schlüssel des Mannes zu Türen von Häusern in der Umgebung des Volksparks Wilmersdorf passt. Zehn Teams von Polizeischülern waren stundenlang mit Schlüsselkopien unterwegs. Ein Wohnhaus mit passendem Türschloss fanden sie nicht.

Den Schlüssel wiedererkannt

„Wir freuen uns riesig, dass es jetzt geklappt hat“, sagte eine Polizeisprecherin. Der Hinweis sei von einem Bürger gekommen, der die Schlüssel wiedererkannt habe. Die Polizei hatte Fotos davon im Internet veröffentlicht. Das Wohnhaus habe jedoch nicht in dem Umkreis gelegen, den die Polizeischüler abgesucht hatten.

Das sechstöckige Mietshaus steht in der Brandenburgischen Straße, nördlich des Parks und nicht weit entfernt vom Fehrbelliner Platz. Ob die Suche mit Schlüsselkopien hätte zum Erfolg führen können, ist allerdings ungewiss. Die beiden von der Polizei befragten Schlüsseldienste hatten sich nämlich geirrt. Sie hatten den einfacheren der beiden gefundenen Schlüssel der Haustür und den komplizierteren der Wohnungstür zugeordnet. In der Realität war es genau umgekehrt.

Betreuerin informiert

Nun sei die vom Gericht bestellte Betreuerin des Charité-Patienten informiert, die bisher die Behandlung des Koma-Patienten mitbestimmt hatte. Angehörige des Mannes seien nach wie nicht bekannt, sagte die Polizeisprecherin.

Der Mann hatte nach seinem Sturz nur die beiden Schlüssel, 15 Euro und etwas Traubenzucker in einem kleinen Gurt für Jogger bei sich. Auf den Schlüsseln waren Firmennamen eingestanzt, aber keine Sicherheitsnummern. Deshalb gab es auch keine registrierten Schlösser - und damit lange keine Spur zu einer Adresse.

Von RND/MAZ

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