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Panorama Proteste in Charlotte gehen weiter
Nachrichten Panorama Proteste in Charlotte gehen weiter
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08:51 23.09.2016
Hunderte Demonstranten demonstrieren trotz Ausgangssperre auf der Straße. Quelle: dpa
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Charlotte

In der dritten Nacht mit Protesten in der US-Großstadt Charlotte ist am Donnerstag um Mitternacht eine Ausgangssperre in Kraft getreten. Auch nach Ablauf der Sperre waren Medienberichten zufolge noch zahlreiche Menschen auf den Straßen unterwegs. Die Demonstrationen seien allerdings weitgehend friedlich verlaufen.

Zwei Beamte waren von Demonstranten mit einer chemischen Substanz besprüht worden und mussten behandelt werden, berichtete die Polizei. Zuvor hatten sich erneut Hunderte Menschen versammelt, um gegen den Tod eines 43 Jahre alten Afroamerikaners zu protestieren.

Er war am Dienstag von einem ebenfalls schwarzafrikanischen Polizisten erschossen worden. Der Gouverneur Pat McCrory hatte den Ausnahmezustand über der Stadt in North Carolina verhängt. Die Nationalgarde war im Einsatz.

Angehörige fordern Veröffentlichung des Polizeivideos

Die Angehörigen des getöteten Keith Lamont Scott fordern nun die Veröffentlichung des Polizeivideos, das sie am Donnerstag zu sehen bekommen haben, teilten die Anwälte der Familie mit. Um Transparenz zu schaffen, müsse die Polizei diese nun auch öffentlich machen.

Der 43-jährige Keith Lamont Scott war am Dienstag von einem Polizisten erschossen worden. Über den Vorfall gibt es unterschiedliche Darstellungen. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden hatten Polizisten bei einer Fahndung auf einem Parkplatz einen Bewaffneten in einem Auto angetroffen. Nach mehrfacher Aufforderung sei dieser ausgestiegen, habe Polizisten bedroht und sei erschossen worden. Neben ihm sei eine Waffe gefunden worden, sagte Polizeichef Kerr Putney.

Die Schwester des Getöteten sagte dagegen, ihr Bruder sei unbewaffnet gewesen. Die Anwälte erklärten, auf den Videos könne man nicht erkennen, ob Scott überhaupt etwas in der Hand gehalten habe. „Seine Hände waren an seiner Seite, und er ist langsam rückwärts gegangen, als er getroffen und getötet wurde“, hieß es in der Stellungnahme.

Angeschossener Demonstrant tot

Der Mann, der bei einer Demonstration in der US-Stadt Charlotte angeschossen wurde, ist tot. Der 26-Jährige sei am Donnerstag im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, berichtete die Zeitung „Charlotte Observer“.

Der Mann war in der Nacht zum Donnerstag bei zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten von einer Kugel in den Kopf getroffen worden. Nach Angaben der Behörden war es aber nicht die Polizei, die auf ihn geschossen hatte.

Von RND/dpa

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