Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Proteste nach Mord an kritischem Reporter in Mexiko

Kriminalität Proteste nach Mord an kritischem Reporter in Mexiko

Nach dem Mord an einem kritischen Pressefotografen sind in Mexiko-Stadt Journalisten zu Protesten auf die Straße gegangen. Zahlreiche Berufskollegen des getöteten Rubén Espinosa prangerten am Unabhängigkeitsdenkmal die Gewalt gegen Journalisten und weit verbreitete Straflosigkeit an.

Voriger Artikel
12 000 Menschen fliehen vor Waldbränden in Kalifornien
Nächster Artikel
Schwimmende Baukräne zerstören Häuser in Holland

Journalisten-Kollegen erinnern bei einer Protestveranstaltung in Mexiko-Stadt an den ermordeten Rubén Espinosa.

Quelle: Alex Cruz

Mexiko-Stadt. "Meinungsfreiheit - sofort", war auf ihren Transparenten zu lesen. Mehrere Reporter trugen Masken mit dem Konterfei des getöteten Kollegen. Am Wochenende waren die Leichen von Rubén Espinosa und vier Frauen in einer Wohnung in Mexiko-Stadt entdeckt worden. Alle Opfer hatten Folterspuren und eine Schusswunde am Kopf aufgewiesen.

Espinosa (31) hatte für die regierungskritische Zeitschrift "Proceso", die lokale Nachrichtenagentur AVC und die Fotoagentur Cuartoscuro vor allem über soziale Proteste berichtet. Zuletzt war er im Bundesstaat Veracruz von Unbekannten angegriffen und bedroht worden. Darauf floh er in die Hauptstadt.

"Wir sehen mit Besorgnis, dass Mexiko-Stadt kein sicherer Zufluchtsort für vertriebene Journalisten mehr ist", hieß es in einer Mitteilung der Journalistenorganisation Artículo 19. Seit 2000 wurden nach Angaben der Gruppe 88 Journalisten in Mexiko getötet. Auf der Weltrangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen liegt das Land auf Platz 148 von 180 Staaten.

Unterdessen leitete die Nationale Menschenrechtsorganisation eine Untersuchung ein, nachdem Unbekannte die Redaktion der Zeitung "Presente" in der Stadt Poza Rica in Veracruz beschossen hatten. "Wir verurteilen die Gewalt gegen Medien", hieß es in einer Mitteilung der staatlichen Organisation. "Um die Aggressionen gegen Journalisten zu stoppen, müssen die Behörden die bislang ungeklärten Fälle aufklären."

Der Gouverneur von Veracruz, Javier Duarte, hatte mehrfach seine Verachtung von Medien öffentlich gemacht. Seit Beginn seiner Amtszeit im Dezember 2010 wurden in seinem Bundesstaat im Osten des Landes zwölf Journalisten getötet. "Die Gewalt geht weiter, sie ist eine Konstante in Mexiko", sagte der Vorsitzende der Journalisten-Organisation Artículo 19, Darío Ramírez.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr