Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Rakete auf Cape Canaveral explodiert: Satellit zerstört

Raumfahrt Rakete auf Cape Canaveral explodiert: Satellit zerstört

Schwarzer Rauch über dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral: Eine Rakete der Raumfahrtfirma SpaceX explodiert bei einem Test. Menschen werden nicht verletzt. Der Sach- und Imageschaden dürfte immens sein - vor allem weil auch ein Facebook-Satellit kaputt ist.

Voriger Artikel
Haft ohne Methadon-Programm verstößt gegen Menschenrechte
Nächster Artikel
Löscharbeiten im Hamburger Hafen ziehen sich hin

Schwarzer Rauch über dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral: Eine Rakete der privaten Raumfahrtfirma SpaceX ist bei einem Test explodiert.

Quelle: Tia Grant

Cape Canaveral. Eine Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX ist bei einem Test explodiert und hat dabei auch einen Facebook-Satelliten zerstört.

Die "Falcon9"-Rakete explodierte am Donnerstagmorgen (Ortszeit) auf dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida. "Es gab eine Unregelmäßigkeit auf der Abschussrampe heute, die mit dem Verlust der Rakete und ihrer Ladung endete", teilte SpaceX mit. Wie bei solchen Tests üblich habe sich niemand auf der Abschussrampe aufgehalten und es habe keine Verletzten gegeben. Die Explosion ist ein weiterer Rückschlag für SpaceX, das bereits im vergangenen Sommer eine Rakete bei einer Explosion verloren hatte.

Bei dem Vorfall wurde auch der erste Satellit von Facebook für das Projekt Internet.org zerstört. Das weltgrößte Online-Netzwerk will mit Hilfe von Satelliten entlegene Regionen mit schnellen Internet-Zugängen versorgen. Gründer und Chef Mark Zuckerberg bestätigte den Verlust des Satelliten. Das Gerät sei für Afrika gedacht und bereits an Bord der Rakete gewesen, schrieb Zuckerberg. "Glücklicherweise" habe Facebook auch andere Technologien wie die Antennen-Drohne "Aquila" entwickelt. Facebook werde an der "Mission", alle zu vernetzten, festhalten. Das Facebook-Projekt ist umstritten, weil in einigen Ländern wie Indien die Bevorzugung einzelner Dienste befürchtet wird.

Fernsehbilder zeigten, wie über dem Cape Canaveral-Gelände eine schwarze Rauchwolke aufstieg. Augenzeugen berichteten, dass die Explosion noch in einiger Entfernung von der Abschussrampe zu spüren war. "Wir beobachten die Situation, aber bislang sind wir noch nicht angefordert worden", zitierte die "Florida Today" einen Sprecher der lokalen Rettungsbehörden.

Auch die US-Raumfahrtbehörde Nasa teilte mit, sie beobachte die Situation und stehe zur Unterstützung bereit, falls nötig. "Auch wenn es kein Nasa-Start war, erinnert uns der Vorfall daran, dass die Raumfahrt eine große Herausforderung ist", teilte die Nasa per Twitter mit. "Unsere Partner lernen von ihren Erfolgen und Rückschlägen." Ob zukünftige Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation ISS von dem Vorfall betroffen seien, könne man noch nicht sagen. "Die Vorräte auf der ISS sind auf einem guten Level."

Die Unregelmäßigkeit habe sich im Sauerstofftank der oberen Raketenstufe während des Tankens abgespielt, teilte SpaceX mit. Die genaue Ursache werde weiter untersucht. Über die Höhe des Sachschadens gab es zunächst keine Informationen. Medienberichten zufolge war am Donnerstagmorgen ein Routinetest mit einer unbemannten Rakete geplant.

Die Explosion ist ein weiterer Rückschlag für das Unternehmen SpaceX, das sich darauf vorbereitet, ab dem kommenden Jahr Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen. Bereits im Juni vergangenen Jahres war eine SpaceX-Rakete kurz nach dem Start explodiert. Sie hatte den mit Nachschub beladenen Raumfrachter "Dragon" zur Internationalen Raumstation ISS bringen sollen. Der Frachter war als Folge der Explosion zerbrochen.

Untersuchungen hatten SpaceX-Chef Elon Musk zufolge ergeben, dass vermutlich eine zerbrochene Stahlstrebe für die Explosion verantwortlich war. "Es sieht so aus, als sei die Strebe fehlerhaft hergestellt worden", sagte er im Juli 2015 bei einer Telefon-Pressekonferenz.

SpaceX entwickelt unter anderem auch eine wiederverwendbare Rakete. Nach vier gescheiterten Versuchen war im April erstmals eine Rakete des Unternehmens nach dem Start wieder sicher auf einer unbemannten schwimmenden Plattform gelandet. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte SpaceX zum ersten Mal erfolgreich eine Rakete ins All geschossen, die nach ihrer Mission heil und aufrecht zum Startplatz auf die Erde zurückkehrte.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und weitere asisi-Projekte in Dresden, Berlin und anderen Städ... mehr

  • Belantis - Infos und Events
    Belantis - Infos und Events

    Belantis - das AbenteuerReich im Herzen Mitteldeutschlands. Hier gibt es Neuigkeiten und alle Infos zu den Events! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Wave-Gotik-Treffen
    Wave Gotik Treffen

    Das Wave-Gotik-Treffen Leipzig feierte 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Einen Rückblick mit vielen Fotos gibt es in unserem Special. mehr