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Schluss mit nackt: Der "Playboy" will weniger Haut zeigen

Gesellschaft Schluss mit nackt: Der "Playboy" will weniger Haut zeigen

Einst hatte der "Playboy" Nacktheit salonfähig gemacht. Im Internetzeitalter scheint das Konzept der Zeitschrift nun überholt. Deshalb sollen die Frauen demnächst ein wenig Kleidung tragen.

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Seit Jahrzehnten erfreut das amerikanische «Playboy»-Magazin die Männerwelt mit Hochglanzbildern komplett entblößter Frauenkörper - aber damit soll bald Schluss sein.

Quelle: Andy Rain

Los Angeles. Seit Jahrzehnten erfreut das amerikanische "Playboy"-Magazin die Männerwelt mit Hochglanzbildern komplett entblößter Frauenkörper - aber damit soll bald Schluss sein.

Wegen der wachsenden Konkurrenz durch das Internet werde die berühmte Zeitschrift ab kommendem Frühjahr komplett neu gestaltet, berichtete die "New York Times" am Dienstag. Zwar würden Frauen weiter in provokativen Posen gezeigt, jedoch sollen sie nicht mehr völlig nackt abgebildet werden.

"Playboy"-Gründer Hugh Hefner (89) habe einem entsprechenden Vorschlag seiner Top-Redakteure zugestimmt, hieß es. "Sauberer und moderner" laute das Konzept des neuen Stils.

Die Zeiten hätten sich schlicht geändert, sagte "Playboy"-Chefmanager Scott Flanders. Den Kampf darum, unbekleidete Körper abbilden zu dürfen und Nacktheit gesellschaftsfähig zu machen, habe der "Playboy" schon lange gewonnen. "Heute reicht ein Mausklick, um sich jeden nur vorstellbaren sexuellen Akt im Internet herunterzuladen", so Flanders. Nacktaufnahmen in Zeitschriften seien damit überholt.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die "Playboy"-Macher die Webseite jugendfreier gestaltet, um auch auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter aktiv sein zu dürfen. Nun soll die Print-Ausgabe folgen. "Der Zwölfjährige in mir ist sehr enttäuscht", sagte Redakteur Cory Jones, der Hefner die Idee zur Umgestaltung unterbreitet hatte. "Aber es ist die richtige Entscheidung."

Hefner hatte den "Playboy" 1953 erstmals herausgebracht. Auf der Titelseite posierte damals keine Geringere als Marilyn Monroe, die sich in einer für heutige Verhältnisse eher züchtigen schwarz-weißen Robe ablichten ließ. Später hatten auch Ikonen wie Madonna, Sharon Stone und Naomi Campbell die Hüllen fallen lassen, um im "Playboy" die Männerfantasien zu beflügeln.

Aber diese Zeiten seien im neuen Medienzeitalter passé, so die "Playboy"-Macher. Nach Schätzungen der Medienorganisation "Alliance for Audited Media" ist die Auflage des Magazins von 5,6 Millionen Exemplaren im Jahr 1975 auf heute 800 000 geschrumpft. Dennoch: Das Logo - ein stilisierter Hasenkopf mit Fliege - gehört weiterhin zu den berühmtesten der Welt.

dpa

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