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Panorama Schnee und Eis: Was Autofahrer beachten müssen
Nachrichten Panorama Schnee und Eis: Was Autofahrer beachten müssen
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23:39 12.01.2017
Wenn es schneit, freuen sich die Wintersportler – doch das Winterwetter hat seine Tücken. Schon bei zwei bis drei Grad über dem Gefrierpunkt können die Gehwege und Fahrbahnen glatt sein. Quelle: imago
München

Das Tief „Egon“ bringt viel Schnee nach Deutschland. Aber das Winterwetter kann Straßen in gefährliche Rutschbahnen verwandeln. Schon bei zwei bis drei Grad über dem Gefrierpunkt kann die Fahrbahn glatt sein, insbesondere auf Brücken und in Waldschneisen, warnt der ADAC.

Fünf Tipps für Autofahrer

Wer nicht sicher ist, ob die Straße glatt ist, kann an einer ungefährlichen Stelle leicht bremsen und vorsichtig hin und her lenken, sagt Diana Sprung vom ADAC. „So kann man schauen, wie sich das Auto verhält.“ Bei diesen Manövern sollten allerdings kein anderen Fahrzeuge oder Hindernisse wie Bäume in der Nähe sein. Ist die Straße rutschig, sollten Autofahrer ihre Fahrweise entsprechend anpassen – und zwar so:

Tempo: Der Bremsweg verlängert sich bei glatter Fahrbahn trotz ABS, ESP und Winterreifen enorm. Deshalb müssen Autofahrer langsamer und vorausschauender fahren – „das ist das Wichtigste“, sagt Sprung.

Bremsen: Bei Glätte kann ein starker Tritt auf die Bremse das Auto ausbrechen lassen. Deshalb gilt: sanft bremsen. Bricht der Wagen trotzdem aus oder untersteuert er in einer Kurve, gilt es kurz und kräftig zu bremsen und gefühlvoll gegenzulenken, rät Johannes Boos vom ADAC. Damit wird das Auto etwas langsamer – und das reiche häufig schon, um es wieder unter Kontrolle zu bringen. Kommt das Fahrzeug allerdings trotz jenes sogenannten Bremsschlags nicht mehr in die Spur, dann bleibt die Vollbremsung als letzte Option.

Kuppeln: Viele Autofahrer nutzten die Motorbremse, um ihr Auto ein wenig abzubremsen. Auf rutschiger Straße lassen sie aber das besser sein. „Die plötzlichen Drehzahlsprünge können die Räder blockieren lassen“, erklärt Sprung. Dann rutscht das Auto unkontrolliert.

Anfahren: Es kommt vor, dass die Reifen beim Anfahren keinen Grip bekommen und durchdrehen. Damit das Auto vom Fleck kommt, kann es helfen, im zweiten Gang anzufahren. Niedrige Motordrehzahlen lassen die Räder bei Eis und Schnee allgemein weniger durchdrehen. Es gilt also die Devise: früh hochschalten.

Sicht: Vor der Fahrt sollte das gesamte Auto von Schnee und Eis befreit werden. „Ein kleines Guckloch in der Frontscheibe reicht nicht“, stellt Sprung klar. Neben Unfällen riskieren Autofahrer mit so einem Gucklock auch ein Bußgeld von 10 Euro. Sind sie mit Schnee auf dem Dach unterwegs, können sogar 25 Euro fällig werden.

Glättegefahren auf den Straßen

Frost und Feuchtigkeit können vielerorts die Straßen in Rutschbahnen verwandeln. Gefährliche Wetterphänomene:

GLATTEIS wird durch Regen oder Sprühregen hervorgerufen, der auf gefrorenen Erdboden trifft und sofort vereist.

EISGLÄTTE entsteht, wenn Schmelzwasser und Pfützen gefrieren. Sie kommt oft überraschend, denn unmittelbar vorher muss kein Niederschlag gefallen sein.

EISREGEN ist ein überwiegend aus Eiskörnern bestehender Niederschlag. Auch UNTERKÜHLTER REGEN, der den Boden beim Auftreffen sofort mit einem Eispanzer – dem Blitzeis – überzieht, wird so bezeichnet.

BLITZEIS bildet sich, wenn Schneekristalle auf dem Weg zur Erde in wärmeren Luftschichten zu Regen werden und später auf Frostboden fallen. Blitzeis ist kein meteorologischer Fachbegriff.

SCHNEE und REIF machen Straßen rutschig, wenn sie festgefahren auf dem Asphalt liegen. Geschmolzener Schnee kann auch glatt werden, wenn er auf der Straße wieder anfriert.

Von dpa/RND

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