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Schüsse in Thalys-Schnellzug

Kriminalität Schüsse in Thalys-Schnellzug

Drama an Bord eines Schnellzugs von Amsterdam nach Paris: Ein Mann eröffnet das Feuer mit einer schweren Schusswaffe. Fahrgäste überwältigen ihn - und verhindern möglicherweise Schlimmeres.

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Polizeieinsatz in Arras, wo der mutmaßliche Schütze aus dem Schnellzug geschafft wurde. Foto: Pascal Bonniere

Arras. Ein Mann hat in einem Schnellzug in Nordfrankreich das Feuer mit einer automatischen Schusswaffe eröffnet und zwei Menschen schwer verletzt. Die für Terrorismus zuständige Staatsanwaltschaft von Paris übernahm die Ermittlungen.

Ein Opfer sei lebensgefährlich verletzt worden, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, dem Sender BFMTV.

Der Thalys-Zug war auf dem Weg von Amsterdam nach Paris. Nach ersten Angaben wurde der Mann von Passagieren überwältigt und dann am frühen Abend im Bahnhof von Arras festgenommen.

Identität und Motiv des Täters blieben zunächst unklar. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete, zog die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft den Fall aufgrund der verwendeten Waffe, des Ablaufs und des Kontextes der Tat an sich. Nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen wurden im Gepäck des mutmaßlichen Täters mehrere Schusswaffen gefunden.

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve traf am Abend in Arras ein, um sich dort über die Ermittlungen zu informieren. "Alles wird getan, um Licht in dieses Drama zu bringen", erklärte Staatspräsident François Hollande.

Die Regionalzeitung "La Voix du Nord" berichtete unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, bei den beiden Opfern handele es sich um Soldaten, mindestens einer von ihnen soll Amerikaner sein. Sie hätten an Bord des Zugs gehört, wie der Mann eine schwere Waffe in einer Toilette geladen habe und seien daraufhin eingeschritten. Einer sei von einem Schuss getroffen worden, der andere mit einer Stichwaffe verletzt worden. Ein dritter Passagier verletzte sich demnach leicht, als er die Glasscheibe an einem Alarmknopf einschlug.

dpa

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