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Panorama Schützenverein wirbt mit Amokläufer
Nachrichten Panorama Schützenverein wirbt mit Amokläufer
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15:12 19.11.2016
Sportschütze (Symbolbild). Quelle: dpa
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Heidelberg

Am Sonnabend berichteten die „Bild“-Zeitung und die „Welt“ über den Fall. Der Verein nahm das Foto daraufhin von seiner Homepage und ersetzte es durch Stadtansichten von Heidelberg.

Auf den ersten Blick war es ein typisches Bild für einen Schützenverein gewesen. Es zeigte mehrere Mitglieder, wie sie auf einem Schießstand mit Gewehren und Pistolen trainieren. Allerdings war unter ihnen der 71-Jährige Amokläufer von Dossenheim zu erkennen. Er hatte 2013 zwei Nachbarn und sich selbst getötet. Weitere fünf Menschen wurden damals verletzt.

Vereinsvorsitzender: „Ein schreckliches Versehen“

„Das ist dumm gelaufen“, sagte Günther Hammer, 1. Vorsitzender der Schützenvereinigung Alt-Handschuhsheim, der „Bild“-Zeitung. „Wir haben die Seite neu gemacht und da sind die alten Fotos ins Netz gerutscht.“ Der Verein wirbt auf der Homepage für sich. Er verfügt unter anderem über drei Schießstände (10 Meter Luftgewehr, 25 Meter Kurzwaffen, 50 Meter Kleinkaliber).

Der spätere Amokläufer sei mehr als 20 Jahre Mitglied des Vereins gewesen, sagte Hammer weiter. Ein externer Programmierer habe die Homepage neu gestaltet und dafür Bilder aus dem Archiv bekommen. Der Verein habe versäumt, die Fotos noch einmal zu kontrollieren, sagte Hammer de „Welt“. „Ein schreckliches Versehen“, versicherte der Vereinsvorsitzende.

Amoklauf aus Zorn über die Nebenkosten

Der 71-jährige Sportschütze aus Dossenheim lief 2013 aus Zorn über die Nebenkosten für seine Eigentumswohnung Amok. Der Rentner tötete zwei 82 und 54 Jahre alte Miteigentümer bei einer Versammlung der Hausgemeinschaft. Unter den fünf verletzten Opfern der Bluttat war auch die damals 70-jährige Ehefrau des Täters.

Der geübte Schütze sei mit den Worten „Ich bring’ Euch alle um“ in den Raum gestürmt und habe um sich geschossen, sagte damals der Einsatzleiter der Polizei. Bis dahin habe sich der Mann nichts zuschulden kommen lassen. „Er hat bisher völlig unauffällig gelebt.“

Von RND/wer

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