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Panorama Sexueller Missbrauch: Erzieher kündigt Geständnis an
Nachrichten Panorama Sexueller Missbrauch: Erzieher kündigt Geständnis an
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14:17 27.08.2018
Der 31-jährige Angeklagte sitzt in einem Gefangenentransporter. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
Heilbronn

Wegen des schweren sexuellen Missbrauchs eines Schuljungen und Kinderpornografie muss sich ein 31-Jähriger vor dem Heilbronner Landgericht verantworten. Laut Anklage soll sich der ehemalige Leiter eines Kindergartens von 2012 bis Anfang 2018 insgesamt 19 Mal meist in seiner Wohnung an einem anfangs sechs Jahre alten Kind sexuell vergangen und die Taten gefilmt haben. Ein Teil der Taten gilt als Vergewaltigung. Der Mann sitzt seit März in Haft.

Sein Verteidiger kündigte zu Prozessbeginn am Montag ein Geständnis an. Einen Antrag der Nebenklage auf Ausschluss der Öffentlichkeit aus Gründen des Opferschutzes schon bei der Anklageverlesung lehnte das Gericht ab.

Tausende Videos und Fotos beschlagnahmt

Ins Visier der Ermittler geriet der Erzieher bereits Anfang 2016, als er beim Tauschen von Kinderpornos erwischt wurde. Die Polizei beschlagnahmte später Tausende Fotos und Videos. Dass es dem Vernehmen nach bis Sommer 2017 dauerte, bis die Evangelische Kirche als Arbeitgeber des Mannes alarmiert wurde, sorgte für besonderes Entsetzen. Warum der Mann danach noch bis Anfang 2018 für die Gemeinde arbeitete, versucht ein Krisenteam dort aufzuarbeiten.

Schwerer sexueller Missbrauch wird mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft. Das Landgericht hat zunächst sechs Verhandlungstage bis zum 28. September angesetzt. Fünf Zeugen sind geladen, darunter das Opfer.

Von RND/dpa

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