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Panorama So locker plaudert Hitzlsperger über’s Schwulsein
Nachrichten Panorama So locker plaudert Hitzlsperger über’s Schwulsein
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21:06 07.03.2017
Thomas Hitzlsperger will auch weiter offen über seine Homosexualität sprechen und andere so ermutigen, es ihm gleichzutun. Quelle: dpa
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Zürich

Gut drei Jahre ist es her, dass Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger die Fußballwelt mit seinem Coming out aufschreckte. Schwulsein – bis dahin ein absolutes Tabu, nicht nur im deutschen Fußball. Doch seither war es recht ruhig um den einstigen Fußballprofi geworden. Jetzt allerdings hat er sich erneut ungewöhnlich offen zum Thema geäußert – diesmal beim Fifa-Kongress in Zürich.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema Gleichberechtigung war Hitzlsperger vom mehrfachen Champions-League-Sieger, dem Holländer Clarence Seedorf, ganz unumwunden gefragt worden, warum er seine Sexualität damals öffentlich gemacht habe. Sichtlich gelassen plauderte der Ex-Profi daraufhin erneut über sein Coming out – er habe seinerzeit nicht damit gerechnet, dass daraus so eine große Sache werden würde. Aber die Medien hätten sich damals regelrecht auf das Thema gestürzt.

Warum er es so wichtig findet, über die sexuelle Orientierung zu sprechen, dafür hatte er dann auch direkt eine Antwort parat: Fußballer hätten schließlich eine Vorbildfunktion – auch insofern andere zu ermutigen, zu sich zu stehen. „Wenn Vorbilder aufstehen und offen darüber reden, können sie etwas ändern“, sagte Hitzlsperger und bekam für seinen Appell kräftig Applaus von den Rängen.

„Wir müssen immer weiter darüber reden“

Die Menschen würden zwar sagen, dass Homosexualität kein Problem sei, in der Realität erlebe er das aber nach wie vor anders. Aus diesem Grund müsse man weiter über das Thema sprechen. Viele hätten bis heute kein Gespür dafür, wie schwer es sei, als homosexuelles Kind aufzuwachsen und nicht mit seinen Eltern darüber sprechen zu können.

Schließlich musste auch Seedorf einlenken: Es sei das erste Mal gewesen, dass jemand ihm die Sache auf diese Weise erklärt habe. „Sonst reden alle immer nur darüber, dass sie die gleichen Rechte haben wollen. Ich würde mir wünschen, dass mehr Leute so eine Einstellung hätten.“

Von RND/caro

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