Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Panorama So war der letzte Arbeitstag von Prinz Philip
Nachrichten Panorama So war der letzte Arbeitstag von Prinz Philip
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:43 03.08.2017
Mit Schirm, Charme und Melone: Prinz Philip sagt Goodbye. Quelle: dpa
London

Normale Arbeitnehmer gehen meist in den Sechzigern in Rente, doch Personen des öffentlichen Lebens verpflichten sich bisweilen auf Lebenszeit. Doch wenn selbst Päpste in den Ruhestand gehen können, dann gilt das auch für Prinzen: Nun hat Prinz Philip, der 96 Jahre alte Ehemann der britischen Königin Elizabeth II., seinen letzten offiziellen Termin absolviert.

Im strömenden Regen nahm der Prinzgemahl mit beige-farbenem Trenchcoat und Melone bekleidet eine Parade von Marinesoldaten vor dem Buckingham-Palast in London ab. Philip war dafür extra aus Schottland angereist. In den Sommermonaten hält sich die Königsfamilie traditionell in der Sommerresidenz Balmoral auf.

Der Herzog von Edinburgh, wie einer seiner Titel lautet, ist seit 1953 Oberhaupt der Royal Marines. Die Veranstaltung war der Abschluss einer Spendenaktion einer Wohltätigkeitsorganisation, die sich für Mitglieder der Einheit und deren Angehörige engagiert.

Bereits im Mai hatte Prinz Philip angekündigt, sich zurückzuziehen. Er behält es sich vor, die Queen gelegentlich bei Terminen zu begleiten. Die 91-jährige Elizabeth, die seit mehr als 65 Jahren auf dem Thron ist, bleibt Königin. Sie gibt aber zunehmend Verpflichtungen an die jüngeren Royals ab, darunter Enkel William.

Es sei Philips Wunsch gewesen, in den Ruhestand zu gehen, hieß es aus dem Buckingham-Palast. Er absolvierte seit 1952 insgesamt 22 219 Solo-Termine. Hinzu kommen noch die zahlreichen Veranstaltungen mit Elizabeth, mit der er seit fast 70 Jahre verheiratet ist. Er hielt 5496 Reden und unternahm 637 Reisen allein in andere Länder. Die Gesamtzahl seiner Schirmherrschaften gibt der Palast mit 785 an.

Mit Schirm, Charme und Melone: Prinz Philip verfolgt die Parade zu seinen Ehren.

Prinz Philip ist der dienstälteste britische Prinzgemahl. Er hat teilweise deutsche Wurzeln und ging mit zwölf Jahren in Salem am Bodensee zur Schule. Der Royal spricht gut Deutsch.

Er ist für seinen schwarzen Humor bekannt und teilt in alle Richtungen aus. Mal merkte er an: „Britische Frauen können nicht kochen“, mal empfahl er einem 13-Jährigen, der Astronaut werden wollte, erst abzunehmen. „Kein Wunder, dass ihr taub seid“, äußerte er gegenüber jungen Gehörlosen in Cardiff mit Blick auf die Schulband. Insider meinen, er sage so etwas stets mit Augenzwinkern.

Der Duke von Edinburgh, so sein offizieller Titel, gilt als sportlich und achtet sehr auf seine Ernährung. Er berichtete einmal, dass er sich mehr oder weniger nach der Atkins-Diät richte.

In den vergangenen Jahren litt Philip unter einigen gesundheitlichen Beschwerden, darunter Blasenentzündungen und Herzproblemen. So musste er wegen einer Infektion im Juni zwei Nächte in einem Londoner Krankenhaus verbringen. Er ist für sein hohes Alter aber rüstig.

Von dpa/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

75.000 Besucher, Status Quo und Alice Cooper: Das Wacken-Festival eröffnet am Donnerstag. Das kleine Dorf verwandelt sich für kurze Zeit in ein Mekka für Hardrocker. Ein Besucher sorgte mit einer Beschwerde für viel Spott.

03.08.2017

Der Skandal um die verseuchten Eier weitet sich aus. In immer mehr Bundesländern tauchen Eier aus den Niederlanden aus. Aber auch Eier aus deutscher Produktion sind betroffen. Niedersachsens Landwirtschaftsminister will die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

03.08.2017

Der Verbraucherzentrale-Bundesverband sieht ein Versagen der Internet-Seite Lebensmittelwarnung.de. Die müsse klare Verhaltens-Empfehlung an die Kunden aussprechen, wenn ein Lebensmittelskandal drohe. Stattdessen seien auf dem Portal nur Warnhinweise der Bundesländer aufgelistet.

03.08.2017