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Stadt-Mitarbeiter sollen eigene Knöllchen gelöscht haben

Kriminalität Stadt-Mitarbeiter sollen eigene Knöllchen gelöscht haben

Wie oft wünschen sich Falschparker, dass bei ihnen ein Auge zugedrückt wird? In der Wolfsburger Bußgeldstelle waren Angestellte laut einem Medienbericht kulant - zu sich selbst.

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Stadt-Mitarbeiter in Wolfsburg haben offenbar eigene Vergehen aus dem Computersystem gelöscht.

Quelle: Stefan Sauer/Illustration

Wolfsburg. Mitarbeiter der Stadt Wolfsburg sollen nach einem Medienbericht eigene Strafzettel aus dem System gelöscht haben. Die Stadt teilte lediglich mit, es habe in Einzelfällen zweier Bediensteter Unregelmäßigkeiten bei der Bearbeitung von Bußgeldverfahren gegeben.

Details wollte eine Sprecherin am Donnerstag wegen des laufenden Verfahrens nicht nennen. Die "Wolfsburger Allgemeine" hatte berichtet, dass Stadt-Mitarbeiter eigene Knöllchen unter den Tisch fallen ließen.

Nach Recherchen, die mehrere Jahre in die Vergangenheit zurückreichen, wurden Konsequenzen gezogen, wie die Stadt mitteilte. Die beiden betroffenen Mitarbeiter seien nicht mehr in der Bußgeldstelle tätig, zudem liefen strafrechtliche Ermittlungen.

Technische und organisatorische Abläufe seien so angepasst worden, dass es solche Fälle in Zukunft nicht mehr geben könne. Mitarbeiter der Bußgeldstelle hätten offenbar Verfahren, die sie selbst betrafen, per Mausklick eingestellt, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat nach eigenen Angaben Ermittlungen aufgenommen. Um welchen Straftatbestand es sich genau handelt, sei aber noch unklar.

Es sei nach bisherigem Kenntnisstand ein Schaden von deutlich unter 1000 Euro entstanden, teilte die Stadt mit. Man strebe eine vollständige Aufklärung an.

Den Fall hatte ein anonymer Hinweisgeber ins Rollen gebracht. Die Polizei in Wolfsburg prüfe, ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliege, sagte Sprecher Sven-Marco Claus. Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) sagte der Zeitung (Donnerstag) mit Blick auf die Unregelmäßigkeiten: "So etwas dulden wir unter keinen Umständen."

dpa

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