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„Star Wars“ – Die unendliche Kriegsgeschichte

Kino „Star Wars“ – Die unendliche Kriegsgeschichte

Der Krieg der Sterne geht weiter. Kurz vor dem Start von „Star Wars VIII: Die letzten Jedi“ gab Disney bekannt, dass es eine weitere Trilogie aus dem Reich von Darth Vader und R2-D2 geben wird. Die gute Nachricht für Science-Fiction-Fans brachte dem Haus der Micky Maus neuen Schwung an der Börse.

Der Krieg geht weiter: Wohl ist Luke Skywalker (Mark Hamill) der letzte Jedi (Szene aus dem Film, der am 14. Dezember startet). Der letzte „Star Wars“-Film liegt aber noch in weiter Ferne. Disney kündigte jetzt eine neue Trilogie an.

Quelle: AP

Hannover. Mit „Star Wars“ wars in Sachen Output ja eher zäh. Wer auf neue Filme wartete, musste einen reißfesten Geduldsfaden haben. 16 Jahre war der zeitliche Abstand zwischen dem Ende der ersten Trilogie („Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, 1983) und dem Anfang der zweiten („Die dunkle Bedrohung“, 1999). Danach schien es klar wie der Sternenhimmel über der Wüste, dass es eine dritte Trilogie nicht geben würde. George Lucas hatte keine Zeit, Lust, Inspiration. Diverse Computertrickserien hielten das Publikum im Fernsehen oder auf DVD trotz anstrengender Grafik halbwegs bei Laune. Dann aber gab Lucas sein Lebenswerk an Disney ab.

Das Haus der Maus schöpft „Star Wars“ aus

Und – peng! – „Star Wars“ ging ab wie eine Rakete. Das Haus der Micky Maus weiß gut, wie man eine Franchisekuh melkt. Die dritte Trilogie ist derzeit voll am Laufen, und obwohl deren Startfilm „Das Erwachen der Macht“ 2015 wirkte, als hätte jemand den allerersten Film von 1977 nur noch mal richtig durchgeschüttelt, war der Publikumszuspruch für die alt gewordenen alten Helden Luke, Leia, Han Solo und Chewbacca gigantisch.

Die „Star Wars“-Filme purzeln seither nur so (am 14. Dezember startet „Star Wars VIII: Die letzten Jedi“). Auch außerhalb der regulären filmischen Dreifaltigkeiten gibt es noch einzelne Streifen. So versuchte „Star Wars: Rogue One“ im vorigen Advent zweieinviertel Stunden lang zu erklären, warum Luke Skywalker damals in „Eine neue Hoffnung“ alias „Krieg der Sterne“ (1977) den gigantischen Todesstern mit einer kleinen Bombe in einem doofen Schacht zum Zerbersten bringen konnte. „Star Wars: Solo“ wird und dann im Mai 2018 erzählen, wie der junge Han Solo zum großen, verwegenen Weltraumhallodri wurde.

Rian Johnson soll ein Konzept für die vierte Trilogie entwickeln

Damit ist aber noch lange nicht Schluss. Nach dem Motto „Man soll erst aufhören, wenn es richtig unschön wird“, kündigte Disney jetzt eine weitere Trilogie aus dem Science-Fiction-Fantasy-Reich der Lichtschwertschwinger an. Konzernchef Bob Iger gab nach dem Erfolg der beiden ersten Filme den Plan einer vierten dreigeteilten Filmrunde bekannt. Rian Johnson, Regisseur von „Die letzten Jedi“ soll jetzt ein Konzept entwickeln, das über Episode IX (deren Start ist für 2019 vorgesehen) hinausreicht.

Die guten Weltraumnachrichten brachten an der Börse neuen Disneyschwung, nachdem die Aktie zunächst 3,4 Prozent eingebüsst hatte. Die Quartalszahlen waren eher enttäuschend gewesen. Im Jahresvergleich waren die Erlöse bis Ende September um drei Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar gefallen. Das Filmgeschäft in Entenhausen kriselt, ebenso der Sportsender ESPN, gut läuft es dagegen mit Disneys Themenparks.

Die Luke-Skywalker-Saga soll verlassen werden

Naturgemäß ist über die neue Staffel inhaltlich noch so gut wie nichts bekannt. Aus den Sternennebeln Hollywoods ragen bislang nur die vagen Angaben, dass die Luke-Skywalker-Saga verlassen werden soll. Neue Charaktere sollen eingeführt werden. Wobei mit Sicherheit irgendwelche Brücken zum Bisherigen geschlagen werden, um die Gemeinde bei der Stange zu halten. Auf jedem Fall findet alles wieder im guten, alten Märchenteil unseres Universums statt.

Auf zunächst unabsehbare Zeit werden wir also noch Filme sehen, die mit den muckeligen Worten beginnen, den sich Lucas von den Brüdern Grimm geborgt und auf seine Zwecke angewendet hat: „Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis …“

Von Matthias Halbig / RND

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