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Panorama Studenten sind gestresster als Arbeitnehmer
Nachrichten Panorama Studenten sind gestresster als Arbeitnehmer
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13:37 11.10.2016
Eine Umfrage der AOK hat ergeben: Studenten sind überdurchschnittlich gestresst. Quelle: dpa
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Berlin

Studierende in Deutschland fühlen sich stärker gestresst als Beschäftigte im Job. Insgesamt leiden Studentinnen mehr unter der Belastung als ihre männlichen Kommilitonen, und an staatlichen Universitäten ist das Stressgefühl höher als an privaten Hochschulen.

Dies geht aus einer repräsentativen Online-Befragung durch Wissenschaftler der Universitäten Potsdam und Hohenheim hervor. Die Ergebnisse wurden am Dienstag veröffentlicht. Mehr als 18.000 Studenten wurden im Auftrag des AOK-Bundesverbandes befragt.

Höherer Stresslevel als bei Beschäftigten

„Es ist vor allem der Stress, der durch Zeit- und Leistungsdruck sowie die Angst vor Überforderung entsteht, was Studierenden das Leben schwer macht. 53 Prozent geben ein hohes Stresslevel an“, sagte Studienleiterin Uta Herbst von der Uni Potsdam. Eine vergleichbare Studie aus dem vorigen Jahr habe gezeigt, dass der Anteil der in der Arbeitswelt Beschäftigten mit hohem Stresslevel bei 50 Prozent liege.

Ein Grund für den hohen Belastungsgrad sei die „Bologna-Reform“ von 1999, sagte Studienleiter Markus Voeth von der Universität Hohenheim. Dadurch sei die Prüfungsbelastung für die Studenten gestiegen. 1999 hatten sich 29 europäische Staaten auf die Schaffung eines einheitlichen Hochschulraumes verständigt.

AOK: Studenten müssen Umgang mit Stress lernen

Was die Studie auch gezeigt hat, wie die Forscher sagen: Studenten verfügen insgesamt „eher über eine geringe Stressresilienz“. Das heißt: „Ihre Widerstandsfähigkeit im Umgang mit der Belastung ist nicht besonders ausgeprägt.“ Auch das müssten die Studenten erst lernen, sagte Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes.

„Der Umgang mit Stress vor und in Prüfungssituationen ist ein wichtiger Lernprozess und gehört daher auch ein stückweit zu einem Studium dazu“, meinte Litsch. „Denn schwierige Situationen werden die jungen Menschen auch in ihrem späteren Berufsleben bestehen müssen.“

Von dpa/RND/wer

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