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Studie: Deutsche fühlen sich glücklicher

Gesellschaft Studie: Deutsche fühlen sich glücklicher

Wo leben die zufriedensten Deutschen? Dieser Frage geht jährlich der sogenannte Glücksatlas nach. Ost und West sind inzwischen zwar fast gleichauf. Regional gibt es beim Glücksempfinden in der Bundesrepublik aber noch deutliche Unterschiede.

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Der Leuchtturm bei Westerhever auf der Halbinsel Eiderstedt. Am glücklichsten sind die Menschen in Schleswig-Holstein. 

Quelle: Daniel Reinhardt

Berlin. Die Lebenszufriedenheit der Menschen in Ost und West gleicht sich immer mehr an. Das geht aus dem Glücksatlas 2015 hervor, den die Deutsche Post in Berlin vorstellte.

Demnach ist das Glücksniveau in Deutschland insgesamt auf 7,02 Punkte gestiegen. Seit 2006 ist die Lebenszufriedenheit damit um fast 0,3 Punkte angestiegen. Grundlage der Befragung ist eine Skala von 0 bis 10. Der Abstand zwischen Ost und West hat sich demnach verringert und ist so klein wie noch nie seit der Wiedervereinigung.

Derzeit beträgt er nur noch 0,15 Punkte - nach 0,36 Punkten im Vorjahr. Die Westdeutschen haben demnach eine Lebenszufriedenheit von 7,05 Punkten. Im Osten liegt sie bei 6,90 Punkten.

"Zum guten Abschneiden Ostdeutschlands trägt besonders Brandenburg bei, das erstmals das Tabellenende verlassen konnte und auf Platz 17 vorrückte", heißt es in der Ergebniszusammenfassung. Für den Glücksatlas werden 19 Regionen in Deutschland untersucht. Hinein fließen Daten des sozio-oekonomischen Panels und des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Schon vorausgegangene Erhebungen zeigen: Das Glück wohnt im Norden. Auch derzeit liegt Schleswig-Holstein mit einem Wert von 7,36 Punkten vorn. Inzwischen holt der Süden aber auf: Baden schiebt sich auf den zweiten Platz vor die Region Niedersachsen/Nordsee und Hamburg. Schlusslicht ist mit Mecklenburg-Vorpommern allerdings auch eine nördliche Region.

Was die Menschen konkret glücklich oder unglücklich macht, geht aus der Untersuchung nicht hervor. Allerdings wurde die Arbeitszufriedenheit in einer gesonderten Befragung vom Meinungsforschungsinstitut dimap unter die Lupe genommen. Ergebnis: Zwischen Arbeits- und Lebenszufriedenheit besteht ein enger Zusammenhang.

"Wie zu erwarten war, ist Arbeitslosigkeit ein großer Glückshemmer", heißt es dort. Während Berufstätige ihre Lebenszufriedenheit im Schnitt mit 7,1 Punkten bewerten, lag der Wert bei Arbeitslosen mit 6,0 Punkten deutlich darunter.

Zu viel Arbeit macht allerdings auch nicht glücklich: Wer länger am Schreibtisch sitzt, als er eigentlich möchte, ist demnach tendenziell unzufriedener. Die Zeit fehle letztlich für andere Glücklichmacher: Familie und Freizeit.

dpa

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