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Tief "Elvira" bringt Tod und Verwüstung

Wetter Tief "Elvira" bringt Tod und Verwüstung

Gewaltige Gewitter haben Tod und Chaos nach Süddeutschland gebracht. In Baden-Württemberg kamen vier Menschen um. In den nächsten Tagen sinkt das Unwetterpotenzial.

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Nach den schweren Unwettern: Geröll in den Straßen von Braunsbach in Baden-Württemberg.

Quelle: Christoph Schmidt

Schwäbisch Gmünd. Bei schweren Unwettern und verheerenden Überschwemmungen sind in Süddeutschland vier Menschen ums Leben gekommen. Geröll und Schlamm bedecken viele Straßen, Keller müssen leer gepumpt, Böschungen gesichert werden. Tausende Helfer sind auch nach der Gewitternacht im Einsatz.

 

In Schwäbisch Gmünd wurden erst nach Stunden zwei vermisste Männer tot geborgen, sie waren in einer Bahnunterführung von Wassermassen in einen Kanalschacht gesogen worden. Ein 38 Jahre alter Feuerwehrmann hatte vergeblich versucht, einen 21-Jährigen aus dem Schacht zu befreien - beide kamen um.

In Weißbach im Hohenlohekreis starb ein 60 Jahre alter Mann in einem überschwemmten Keller. Ein 13-jähriges Mädchen wollte unter einer Bahnbrücke bei Schorndorf Schutz vor dem Regen suchen und wurde dort von einem Zug erfasst und getötet.

Die Gewittergefahr durch das Tief "Elvira" schwächte sich zwar ab. In Nordrhein-Westfalen wurden bei heftigen Unwettern aber reihenweise Unterführungen und Keller überflutet. Mehrere Blitzeinschläge in Stellwerke und Oberleitungen störten am Morgen den Bahnverkehr. In Bottrop musste die Generalprobe für die Open-Air-Aufführung der Wagner-Oper "Fliegender Holländer" auf der Halde Haniel abgesagt werden. In Bochum wurde die Polizei selbst zum Opfer des Wetters: Nach einem Blitzeinschlag war die Notrufnummer 110 mehr als drei Stunden außer Betrieb.

In Süddeutschland bot sich am Morgen vielerorts ein Bild der Verwüstung: Überschwemmte Straßen, zerstörte Häuser und Autos; überall Schlamm und Schutt. Wohl mit am schwersten wurde der kleine Ort Braunsbach im Norden Baden-Württembergs getroffen. Kleine Bäche verwandelten sich in einen reißenden Strom und rissen alles mit. Baumstämme wurden durch die Straßen gespült, Autos an Hauswände gedrückt oder von Schlamm und Geröll verschüttet.

Auch in Bayern - vor allem in Mittelfranken - richtete die Gewitterfront große Schäden an. In den Orten Flachslanden und Obernzenn bei Ansbach verwandelten sich in der Nacht binnen kurzer Zeit schmale Bäche in reißende Flüsse und überfluteten viele Straßen und Keller, wie Einsatzleiter Thomas Müller berichtete. Erdrutsche blockierten Straßen. Verletzte habe es zum Glück nicht gegeben.

Im thüringischen Ort Ilmenau liefen infolge der Gewitter binnen Stunden mehr als 100 Keller voll. In Rheinland-Pfalz verursachte Hagel große Schäden in einigen Weinbergen, aus Hessen wurden Ernteschäden bei Erdbeeren und Zuckerrüben gemeldet.

Die Schifffahrt auf dem Neckar wurde wegen des Hochwassers in den Nebenflüssen eingestellt. Die Bahn sperrte mehrere überschwemmte Strecken, wegen umgestürzter Bäume blieben einzelne Gleisabschnitte für Stunden unpassierbar.

Tief "Elvira" hatte seit dem Wochenende Gewitter, Regen und Windböen nach Mitteleuropa gebracht. Am Montag verlagerten sich die Gewitter nach Westen und Norden. Für Niedersachsen warnte der DWD vor schwerem Gewitter, für das südliche Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Berlin/Brandenburg gab der DWD Vorwarnungen vor schweren Gewittern für den Nachmittag und die Nacht zum Dienstag heraus.

dpa

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