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Panorama Tödliches Feuerdrama: Opferzahlen steigen weiter
Nachrichten Panorama Tödliches Feuerdrama: Opferzahlen steigen weiter
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17:12 05.12.2016
Die Anteilnahme ist groß: Angehörige der Opfer gedenken mit Kerzen und Blumen den Toten. Quelle: afp
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Oakland

Nach dem folgenschweren Brand mit mehr als 30 Toten während einer illegalen Lagerhaus-Party im kalifornischen Oakland hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen eingeleitet. Die Zahl der Opfer stieg auf 36. Elf Opfer seien bislang identifiziert worden, berichtete eine Polizeisprecherin. Die Ermittler rechnen aber mit weiteren Toten.

Das Feuer war am Freitagabend bei einer illegalen Party in dem Lagerhaus ausgebrochen. Es ist noch unklar, wie es dazu kommen konnte. Manche der Opfer stammten aus Europa und Asien. Die Ermittler riefen Angehörige dazu auf, Zahnbürsten oder andere Gegenstände von vermissten Freunden oder Familienmitgliedern bereitzustellen, um die Identifikation mit DNA-Tests zu erleichtern. Dies könne aber Wochen dauern, hieß es.

Mit Kerzen und Botschaften nehmen Angehörige Abschied von den Opfern. Quelle: afp

Das Feuer hatte über Stunden gewütet. Das Dach stürzte ein, woraufhin auch die zweite Etage in Teilen einbrach. Die Ermittler sprachen vom tödlichsten Brand in der Geschichte der Stadt.

Die Feuerwehr musste die Bergungsarbeiten am Montagmorgen erneut abbrechen, weil die Einsturzgefahr zu groß war. Bislang konnten die Einsatzkräfte das Gebäude noch nicht vollständig absuchen. In den nächsten Tagen sollte es regnen, was die Arbeiten zusätzlich erschweren könnte.

Hinter diesen Mauern in Oakland sind 36 junge Menschen gestorben – mindestens. Quelle: afp

Die meisten Toten wurden in der Mitte des Gebäudes gefunden, berichtete Melinda Drayton von der Feuerwehr. Die Party soll im zweiten Stock stattgefunden haben, in die nur eine provisorische Treppe aus Paletten führte. Dort sollen bis zu 100 Menschen gewesen sein.

Im ersten Stock des Lagerhauses hatten Künstler Ateliers eingerichtet. Fotos aus dem Gebäudeinneren, die vor der tragischen Nacht entstanden sind, zeigten, dass es mit allerlei Möbeln, Instrumenten und Skulpturen vollgestellt war. Über eine Sprinkleranlage und Rauchmelder verfügte das Gebäude laut Feuerwehr nicht.

Von RND/dpa

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