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Panorama Tote und Verletzte bei Unglück in Jade-Mine
Nachrichten Panorama Tote und Verletzte bei Unglück in Jade-Mine
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14:33 04.05.2018
Der Jade-Abbau in Myanmar ist ein Milliardengeschäft – durch die niedrigen Sicherheitsvorkehrungen kommt es immer wieder zu Erdrutschen. Quelle: AP
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Bangkok

Bei einem Erdrutsch an einer aus Minenabfällen bestehenden Aufschüttung im Norden Myanmars sind nach Behördenangaben 14 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens sechs weitere Menschen seien bei dem Unfall in der Nähe der Jade-Mine Waikha in der Umgebung der Stadt Hpakant verletzt worden, sagte ein Sprecher der Lokalregierung, der sich auf Augenzeugenberichte berief. Die Suche nach einer unbekannten Zahl von Vermissten dauere an.

Zentrum des Jade-Abbaus

Hpakant ist das Zentrum des Jade-Abbaus in Myanmar. Beim Abbau des wertvollen Mineral-Gemenges kommen schwere Baufahrzeuge zum Einsatz, es entstehen hohe Aufschüttungen, an denen es leicht zu Erdabgängen kommen kann. Viele Menschen suchen in der Nähe dieser Halden nach Resten von Jade. Dabei kommt es immer wieder zu schweren Unfällen: Bei einem Erdrutsch im November 2015 starben mehr als Hundert Menschen.

“Viele wissen nicht, wohin mit den Minenabfällen“

Wissenschaftler kritisieren das Vorgehen der Minenbetreiber. „Viele Jade-Minenbetreiber halten sich nicht an die Regulierungen, wo und wie Minenabfälle zu entsorgen sind“, sagte Minenforscher Maw Htun Awng. Zudem gebe es keine Mechanismen, das Einhalten der Regulierungen zu überprüfen.

Regierung tut zu wenig gegen Probleme in der Industrie

Auch Aktivisten kritisieren den laxen Umgang der Regierung unter der inoffiziellen myanmarischen Staatsführerin Aung San Suu Kyi mit der Jade-Industrie. Diese hat nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Global Witness 2014 rund 31 Milliarden Dollar (rund 25,9 Milliarden Euro) erwirtschaftet. Die hohen Gewinne führten dazu, dass zu wenig getan werde, um eine praktische Lösung für die Sicherheits- sowie Umweltprobleme zu finden. „Die Pläne der Regierung, um die Probleme in den Jade-Minen-Regionen anzugehen, sind nicht praktikabel“, sagte Aktivist Tsa Ji.

Von ap/dpa/RND

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