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Trayvon Martins Todesschütze wollte Tatwaffe versteigern

Kriminalität Trayvon Martins Todesschütze wollte Tatwaffe versteigern

Trayvon Martins Tod löste in den USA eine Welle von Demonstrationen aus. Der Todesschütze will seine Waffe versteigern - kurz darauf ist die Auktion verschwunden.

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Ein Polizist hält die Waffe in den Händen, mit der Todesschütze George Zimmerman vor vier Jahren den unbewaffneten Afroamerikaner Trayvon Martin erschossen hat.

Quelle: Joe Burbank/Orlando Sentinel

Washington. George Zimmerman, der mit seinen tödlichen Schüssen auf den unbewaffneten Schwarzen Trayvon Martin (17) USA-weite Proteste ausgelöst hatte, wollte seine Tatwaffe im Internet versteigern.

"Ich fühle mich geehrt und bin demütig, den Verkauf einer amerikanischen Ikone anzukündigen", schrieb Zimmerman auf der Auktionsseite GunBroker.com. Bereits kurz nach dem Start der Auktion war die Auktion am Mittag (Ortszeit) aber nicht mehr auf der Seite zu finden: "Der Gegenstand ist nicht mehr im System", hieß es. Warum, war nicht klar.

Zimmerman hatte den Jungen 2012 in Sanford (Florida) erschossen. Martin hatte Süßigkeiten gekauft und war friedlich auf dem Weg nach Hause. Zimmerman war privater Nachbarschaftswächter. Er machte Notwehr geltend. Eine Jury befand ihn für unschuldig.

In der langen Reihe von Fällen, in denen unbewaffnete Schwarze von Weißen erschossen werden, die dafür nicht belangt werden, war der Tod von Trayvon Martin einer der aufsehenerregendsten.

Gefragt, ob er den Verkauf der Waffe angemessen finde, sagte Zimmerman Fox News: "Ich bin ein freier Amerikaner, und ich kann mit meinem Eigentum tun, was ich möchte."

Die Kel-Tec PF-9 9mm sollte ursprünglich bis Freitag auf dem Markt sein. Das Justizministerium hatte sie Zimmerman zurückgegeben. Das Startgebot liegt bei 5000 US-Dollar.

Zimmerman sagte, er wolle das Geld benutzen, um gegen Gewalt der Bürgerrechtsbewegung Black Lives Matter gegen die Justiz zu kämpfen. Auch wolle er sicherstellen, dass Hillary Clintons Anti-Waffen-Rhetorik untergehe.

Die Trayvon-Martin-Stiftung erklärte zu dem Verkauf lediglich, man wolle zu dieser Person keine Stellungnahme abgeben. Im Internet löste die geplante Versteigerung eine Welle wütender Kommentare aus.

dpa

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