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US-Klimabehörde: Rekordwetter 2015 hat gravierende Folgen

Klima US-Klimabehörde: Rekordwetter 2015 hat gravierende Folgen

Das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen - 2015 - hatte gravierende Auswirkungen auf die Natur. Eine Übersicht darüber gibt die US-Klimabehörde NOAA.

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Hitzetod: Tausende tote Kraben liegen an der kalifornischen Küste - die Meereserwärmung hat sie umgebracht. Foto: Eugene Garcia/Archiv

New York. Die Rekordtemperaturen des vergangenen Jahres haben nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA an vielen Orten der Welt zu gravierenden Folgen geführt. Dazu zählen unter anderem Dürren, schrumpfende Gletscher, Fischwanderungen und Zyklone.

Die Durchschnittstemperatur über Landflächen habe den Rekord von 2014 um mehr als 0,1 Grad Celsius übertroffen, teilte die NOAA (Ortszeit) mit. Dazu habe auch das Klimaphänomen El Niño beigetragen, das aufgrund von veränderten Luft- und Meeresströmungen weltweit Wetterbedingungen verändert.

Das vergangene Jahr hatte auch die bislang höchste gemessene Konzentration von Treibhausgasen in der Luft. So überschritt laut NOAA die Durchschnittskonzentration von Kohlendioxid an der renommierten Messwarte am Mauna Loa auf Hawaii erstmals 400 ppm (Teile pro Million Teile) und erreichte 400,8 ppm. Auch die Durchschnittstemperatur der Meere war 2015 so hoch wie nie zuvor seit Messbeginn.

"Der jährliche "ärztliche Check-Up" der Erde zeigt uns, dass das Klima von 2015 geprägt war vom langfristigen Klimawandel und El Niño", sagte Thomas Karl von der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration). Zu den Symptomen zählt die NOAA eine riesige schädliche Algenblüte im nordöstlichen Pazifik mit deutlichen Auswirkungen auf die anderen Meereslebewesen und die davon abhängenden Menschen. Die Berggletscher seien 2015 nach vorläufigen Daten im 36. Jahr in Folge weiter geschrumpft und mit insgesamt 101 tropischen Zyklonen gab es deutlich mehr als im Durchschnitt, der zwischen 1981 und 2010 bei 82 lag.

Auch die Tiere der Arktis seien von den Entwicklungen beeinflusst worden, heißt es in dem Bericht. So zögen sich Walrossherden beispielsweise auf das Land zurück, anstelle auf Eis über dem Meer zu bleiben. In der Barentssee nördlich von Norwegen zögen die steigenden Temperaturen Warmwasserfische an und vertrieben andere einheimische Arten. Für den jährlichen Bericht, der bereits zum 26. Mal veröffentlicht wurde, werteten mehr als 450 Wissenschaftler aus rund 60 Ländern Daten aus.

In Deutschland war 2015 nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes das zweitwärmste je gemessene Jahr - zusammen mit den Jahren 2000 und 2007. Das wärmste Jahr war 2014. Es sei im vergangenen Jahr außer im äußersten Norden ungewöhnlich trocken gewesen. Zudem registrierten die Meteorologen mit 40,3 Grad im fränkischen Kitzingen die höchste Lufttemperatur in Deutschland seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881.

dpa

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