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Panorama Ullrich muss nach Alkohol-Unfall nicht in Haft
Nachrichten Panorama Ullrich muss nach Alkohol-Unfall nicht in Haft
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15:59 11.11.2016
Jan Ullrich muss nicht ins Gefängnis. Quelle: dpa
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Bischofszell

Abgeschlossen ist der Prozess um den Ex-Radprofi aber noch nicht. Der 42-Jährige wird von der Staatsanwaltschaft Bischofszell erneut angeklagt, der Vorwurf lautet jedoch nur noch: „Vorsätzliche grobe Verletzung der Verkehrsregeln sowie mehrfaches vorsätzliches Fahren in qualifiziert fahrunfähigem Zustand“. Die Anklage wegen eines schwerwiegenden Raserdeliktes wurde dagegen fallengelassen. Der Prozess soll 2017 vor dem Bezirksgericht Weinfelden stattfinden.

Ullrich hatte am 19. Mai 2014 im Schweizer Kanton Thurgau unter Alkoholeinfluss und mit überhöhter Geschwindigkeit einen Unfall verursacht, bei dem zwei Personen leicht verletzt wurden. Am 21. Juli 2015 hatte das Gericht in Weinfelden eine erste Anklage zurückgewiesen und ein neues Verfahren angeordnet.

Das zweite Gutachten

Für Ullrich wirkten sich nun zwei neue Gutachten positiv aus. Im ersten Verfahren hieß es, der Tour-de-France-Sieger sei schneller als mit den nun ermittelten 132 Stundenkilometern auf einer 80er-Straße unterwegs gewesen. Die nun ermittelte Geschwindigkeit liegt unter der in der Schweiz geltenden „Rasergrenze“ für solche Straßen von 140 Stundenkilometern. Ab diesem Limit sieht das Schweizer Verkehrsgesetz eine Gefängnisstrafe von einem Jahr vor.

Außerdem ergab ein medizinisches Gutachten, dass ein von Ullrich eingenommenes Schmerzmittel keinen wesentlichen Einfluss auf die Fahrfähigkeit gehabt habe.

Die Staatsanwaltschaft fordert nun lediglich noch eine Bewährungsstrafe sowie eine Geldbuße. Ullrich, der inzwischen auf Mallorca lebt, bedauere den Unfall nach wie vor sehr, hieß es in einer Mitteilung. Seine Familie und er hofften, nun endlich einen Schlussstrich unter die Angelegenheit ziehen zu können.

Von RND/sid

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