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Panorama Vermisste Joggerin wurde Opfer einer Sexualstraftat
Nachrichten Panorama Vermisste Joggerin wurde Opfer einer Sexualstraftat
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13:28 11.11.2016
In einem Weinanbaugebiet in Endingen (Baden-Württemberg) fand die Polizei am Donnerstag die Leiche von Carolin G.. Quelle: dpa
Endingen

Die Tote war in einem kleinen Waldstück des Ortes gefunden worden. Es sei zweifelsfrei die Leiche der Joggerin, die seit Tagen vermisst werde, teilte die Polizei mit. Nach der Obduktion steht fest: Carolin G. wurde Opfer einer Sexualstraftat und vorsätzlich getötet. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Bei der Obduktion wurden Spuren gefunden, die eine Tötung belegen, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Weitere Detailfragen zum Tathergang gaben die Ermittler nicht. Sie wollten vermeintliches Täterwissen nicht preisgeben. Daher wurde auch der genaue Todeszeitpunkt nicht genannt.

Die Polizei war früh von einem Verbrechen ausgegangen, weil es Hinweise für einen anderen Grund des Verschwindens der Frau nicht gab.

Die Sonderkommission sucht unter anderem nach einem weißen BMW. Der Fahrer ist der Polizei bekannt. Mehr als eine Spur sei das aber nicht.

Große Betroffenheit in Endingen

Die 27-jährige Carolin war am Sonntagnachmittag zum Joggen aufgebrochen und wollte nach einer Stunde wieder zu Hause sein. Sie kehrte jedoch nicht zurück. Die Polizei suchte fünf Tage nach ihr – bis sie am Donnerstag die Tote in den Weinbergen zwischen Endingen und dem Nachbarort Bahlingen fand.

Polizisten durchkämmen das Gebiet zwischen Endingen und Bahlingen. Quelle: dpa

Die Polizei sperrte den Fundort der Leiche großräumig ab. Es werde nach Spuren und Hinweisen abgesucht, erklärte der Polizeisprecher.

Der Fall löste in dem 9000 Einwohner zählenden Ort am Kaiserstuhl große Betroffenheit aus. Zudem setzt er die Freiburger Polizei zusätzlich unter Druck. Im 30 Kilometer von Endingen entfernten Freiburg war Mitte Oktober eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und getötet worden. Vom Täter fehlt bis heute jede Spur. Zum jetzigen Zeitpunkt geben es keine Hinweise, die einen Zusammenhänge der beiden schließen lassen. Der DNA-Abgleich soll in Kürze Ergebnisse bringen.

Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist groß. Viele haben Angst vor einem Serienmörder. Die Polizei sucht das Gespräch mit der Bevölkerung. Die Beunruhigung sei groß, erklärt ein Ermittler. Ob die Tat geplant war, der Täter womöglich sein Opfer kannte, schließen die Ermittler nicht aus.

Von dpa/RND/wer/cab

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