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Versorgungsschiff erreicht Raumstation ISS

Raumfahrt Versorgungsschiff erreicht Raumstation ISS

Nach zwei schweren Pannen hat ein russischer Transporter erstmals seit April wieder Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Der unbemannte "Progress"-Frachter mit rund 2,5 Tonnen Lebensmitteln und Ausrüstung dockte problemlos am Außenposten der Menschheit an.

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Die Internationale Raumstation ISS hat endlich Nachschub bekommen.

Quelle: Nasa/Archiv

Moskau. Zuletzt hatten zwei Transporter wegen technischer Defekte ihr Ziel in 400 Kilometer Höhe nicht erreicht. "Aller guten Dinge sind drei", sagte der US-Astronaut Scott Kelly, der mit den Russen Michail Kornijenko und Gennadi Padalka auf der ISS arbeitet. Erst vor einer Woche war der US-Frachter "Dragon" nach dem Start zerbrochen.

Nach dem automatischen Andocken der "Progress" leiteten die Raumfahrer den Druckausgleich ein. Erst dann können sie die Luken öffnen und das Versorgungsschiff entladen. "Das ist wie Weihnachten im Juli", sagte Padalka zur Ankunft des Frachters. An Bord befinden sich wichtige wissenschaftliche Ausrüstungsgegenstände, zum Beispiel ein Messgerät zur Erforschung der Gehirnaktivität in der Schwerelosigkeit. Auch frische Nahrungsmittel, Sauerstoff sowie Trinkwasser und private Post für die Besatzung gehören zur Ladung.

"Die Kosmonauten haben sich Filme bestellt", sagte ein Sprecher der Flugleitzentrale. Daher habe die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos einen USB-Stick mit den Fjodor-Dostojewski-Verfilmungen "Schuld und Sühne" und "Die Brüder Karamasow" ins All geschickt. Auch ein Entspannungsvideo mit Naturaufnahmen sei darauf gespeichert.

Die "Progress" war am vergangenen Freitag vom Weltraumbahnhof in Baikonur (Kasachstan) gestartet. Die russischen Transporter sind nicht wiederverwendbar. Nach dem Andocken werden sie mit Abfall gefüllt, nach mehreren Monaten abgekoppelt und in der Erdatmosphäre zum Verglühen gebracht. Im August soll der japanische Frachter HTV die nächsten Vorräte zur ISS bringen. Der Nachschub ist besonders nötig, denn dann arbeiten sechs Raumfahrer in dem fliegenden Labor.

dpa

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