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Panorama Laster gerät in Gegenverkehr – vier Tote bei Unfall auf der A9 bei Leipzig
Nachrichten Panorama Laster gerät in Gegenverkehr – vier Tote bei Unfall auf der A9 bei Leipzig
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19:23 27.09.2018
Bei diesem Unfall auf der A9 starben vier Menschen. Quelle: Michael Strohmeyer
Leipzig

Es ist der Alptraum eines jeden Autofahrers: Ein Lastwagen fährt auf Gegenfahrbahn der Autobahn, plötzlich gerät der Koloss ins Schleudern, durchbricht die Mittelleitplanke und rauscht auf einen zu. Am Donnerstag passiert genau dieser Horror auf der Autobahn 9 bei Leipzig. Der Unglücks-Tieflader hat einen zweiten Lkw geladen, ein Baufahrzeug. Dieses stürzt auf ein Auto. Dessen vier Insassen haben keine Chance. Sie sterben in dem völlig zertrümmerten Wrack.

Der Sattelschlepper aus Thüringen fährt am Mittag zwischen den Anschlussstellen Großkugel und Leipzig-West auf der rechten Fahrspur in Richtung München. Plötzlich platzt ein Reifen. Das löst den folgenschweren Unfall aus. Der Fahrer verliert die Kontrolle. Der Lastwagen fährt durch die Mittelleitplanke über alle Spuren der Gegenfahrbahn. Dabei stürzt der geladene orangene Kipper hinunter und prallt gegen ein Auto aus Berlin.

„Das ist von der Anzahl der Toten her einer der schwersten Unfälle, die wir in der Region in den vergangenen Zeit hatten“, sagt ein Polizeisprecher. Bei den Getöteten handele es sich um zwei 50 und 82 Jahre alte Männer und zwei 52 und 75 Jahre alten Frauen. Vier weitere Menschen werden verletzt. Der 31 Jahre alte Lastwagenfahrer wird stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Sein Mitfahrer sowie zwei männliche Insassen eines dritten, in den Unfall verwickelten Autos aus Salzburg werden leicht verletzt. Auch sie werden zunächst in Krankenhäuser gebracht.

Die Autobahn 9 wird in Richtung Berlin gesperrt. Autos, die in dem kilometerlangen Stau an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt feststecken, werden von der Polizei rückwärts über die Anschlussstelle Leipzig-West von der A9 geleitet. In Richtung München kann der Verkehr über den Standstreifen am Unfallort vorbeirollen. Auch dort gibt es Stau.

An dem Unglücks-Tieflader sei ein Reifen vorne links geplatzt, sagt eine Polizeisprecherin am Abend. Das erkläre auch, warum der Lkw nach links über alle Spuren gezogen sei. Ein Reifenplatzer hinten sei weniger gefährlich als vorne, weil sich die Fahrzeuge dann noch eher unter Kontrolle bringen ließen. Neben der Polizei sind die Feuerwehr und Experten der Dekra vor Ort und sichern Spuren. Zudem müssen der Lastwagen, der in der Böschung festhängt, und der umgestürzte Kipper geborgen werden. Wann die A9 in Richtung Berlin wieder freigegeben werden kann, ist zunächst ungewiss. Am Abend dauerte die Sperrung noch an.

Von RND/dpa