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Wirbelsturm "Erika" schwächt sich auf Weg zur US-Küste ab

Wetter Wirbelsturm "Erika" schwächt sich auf Weg zur US-Küste ab

Nach der Verwüstung auf dem Inselstaat Dominica ist der Tropensturm "Erika" abgeflaut. Die US-Küste wird aber noch von starken Regenfällen bedroht. Der Sturm hinterlässt zahlreiche Opfer in der Karibik.

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Die Behörden in Santo Domingo riefen die höchste Alarmstufe aus.

Quelle: Orlando Barría

Roseau/Miami. Der Wirbelsturm "Erika" ist nach seinem Todeszug durch die Karibik abgeflaut. Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) in Miami stufte das Wetterphänomen am Samstag auf ein Tiefdruckgebiet ab.

Es könnte am Sonntagabend (Ortszeit) die USA erreichen. Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes NWS vom Samstag werden im Süden des Staates Florida "heftiger Regen, Überschwemmungen und vereinzelte Wirbelstürme" erwartet.

Zur Vorsicht hatte der US-Bundesstaat Florida bereits den Notstand ausgerufen, womit bis zu 8000 Mitglieder der Nationalgarde mobilisiert werden können. Auch die nationale Katastrophenschutzbehörde FEMA bereitete sich darauf vor, Menschen von einem Einsatzzentrum mit Wasser, Essen, Decken und anderen Hilfsgütern zu versorgen. Das Weiße Haus appellierte an betroffene Bürger, sich in den Medien über die Lage zu informieren und Anweisungen "gewissenhaft" zu befolgen. Vor zehn Jahren hatte der Hurrikan "Katrina" die Südstaatenmetropole New Orleans im Bundesstaat Louisiana niedergewalzt.

Die Auswirkungen des Tropensturm "Erika" kosteten auf der östlichen Karibikinsel Dominica mindestens 35 Menschen das Leben. Allein in der Ortschaft Petite Savanne im Südosten des Landes gab es 27 Opfer nach einer Schlammlawine, wie örtliche Medien am Freitagabend (Ortszeit) berichteten. Die Zahl der Toten könne nach den Räumarbeiten weiter steigen.

Fernsehbilder des Senders CNN zeigten, wie Hochwasser Straßen und Dörfer in Dominica überfluteten. "Erika" zog danach in Richtung Dominikanische Republik im Ostteil der Insel Hispaniola. Die Behörden in Santo Domingo riefen die höchste Alarmstufe aus. Zahlreiche Wohnungen wurden nach starken Regenfällen überschwemmt. Es seien jedoch keine Todesopfer verzeichnet worden, erklärte der Leiter des Notdienstes Rafael de Luna Pirichilo. Über 7000 Menschen wurden in Notunterkünfte gebracht, berichtete die Zeitung "Listín Diario".

Über das benachbarte Haiti zog der Wirbelsturm abgeschwächt mit noch heftigen Windböen von bis zu 75 Stundenkilometern, aber geringeren Niederschlägen. Zwei Menschen wurden beim Einsturz einer Wohnung in Port-Au-Prince verletzt, teilte Regierungssprecher Rotchild François mit. Vier Menschen seien bei einem schweren Verkehrsunfall im Regen umgekommen. Der Flugverkehr über Hispaniola wurde zeitweilig eingestellt. Am Samstag zog der Sturm mit Windböen von bis zu 55 Stundenkilometern über den Westen Kubas.

dpa

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