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Zahl der Toten bei Brückeneinsturz in Indien steigt auf 24

Unfälle Zahl der Toten bei Brückeneinsturz in Indien steigt auf 24

Die Zahl der Opfer eines Brückeneinsturzes in der indischen Metropole Kolkata steigt. Solche durch Baufehler verursachte Katastrophen sind in Indien keine Seltenheit.

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Die noch nicht fertiggestellte Autobahn-Verbindungsrampe bracht überraschend in sich zusammen und verschüttete zahlreiche Menschen unter sich. Foto: Piyal Adhikary

Neu Delhi (dpa) - Bei dem verheerenden Einsturz einer halb fertigen Brücke in der indischen Metropole Kolkata (Kalkutta) ist die Zahl der Toten nach offiziellen Angaben auf 24 gestiegen. Mindestens 70 Menschen wurden laut Mitteilung vom Freitag verletzt.

Viele parkende Autos und Rikschas sowie ein Bus wurden verschüttet, als ein Teil der unfertigen Autobahn-Verbindungsrampe am Donnerstag zusammenbrach. Die Polizei habe eine Untersuchung der zuständigen Baufirma eingeleitet, erklärte die Regionalregierung. Rettungskräfte suchten weiter nach Verschütteten. Die Wahrscheinlichkeit, noch Überlebende zu finden, sei jedoch gering, sagte Einsatzleiter OP Singh.  

Die Brücke war auf rund 80 Metern zusammengebrochen. Das Bauwerk führt über eine Straße und zwischen einer Reihe mehrstöckiger Häuser. Laut einem Bericht des Nachrichtensenders India Today soll die Baufirma finanzielle Probleme gehabt haben, mehrfach sollen die 2008 aufgenommenen Bauarbeiten ins Stocken geraten sein.

Auf Konstruktionsfehler zurückzuführende Einstürze sind in Indien nicht selten. Laut einer offiziellen landesweiten Statistik kamen 2014 insgesamt 1821 Menschen bei solchen Unfällen ums Leben, im Vorjahr waren es 2832. Betroffen sind Bauwerke jeder Art: Einfamilienhäuser, Wohnblöcke, Brücken und Dämme. Viele sind schon älteren Datums und schlecht gewartet. Beim Bau wurden oft minderwertige Materialen verwendet oder die Bauvorschriften missachtet.

Zu den schlimmsten Katastrophen gehören der Zusammensturz eines mehrstöckigen Hochhauses in Mumbai im April 2013 mit 74 Toten sowie der Einsturz eines Gebäudes in Neu Delhi im November 2010 mit mehr als 65 Todesopfern und 100 Verletzten.

dpa

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