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Zeugen widersprechen sich im Mietstreit um Raucher Adolfs

Prozesse Zeugen widersprechen sich im Mietstreit um Raucher Adolfs

Im spektakulären Mietstreit um den Raucher Friedhelm Adolfs haben die Zeugen beider Lager die Situation in dem Mietshaus sehr unterschiedlich geschildert. Mehrere Nachbarn berichteten am Montag vor dem Düsseldorfer Landgericht von starkem Rauchgestank.

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Hat der Raucher seine Nachbarn so sehr mit Zigarettenqualm belästigt, dass er nach mehr als 40 Jahren seine Wohnung räumen muss? Zeugen beschreiben die Situation im Haus ganz unterschiedlich.

Quelle: Marius Becker/Archiv

Düsseldorf. k. "Das ist ekelhaft, widerlich", sagte ein Immobilienmakler, der im Haus sein Büro hat und für die Vermieterin tätig ist. "Das ist wie Körperverletzung." Auch mehrere Mietinteressenten hätten den Geruch moniert.

Freunde und Verwandte des starken Rauchers berichteten dagegen, es habe im Hausflur nicht ungewöhnlich nach Rauch gestunken. Der 77 Jahre alte Adolfs habe bei ihren Besuchen immer gelüftet. Wenn es doch nach Rauch gerochen habe, könne dies an den Besuchern oder Mitarbeitern der anderen Mieter liegen, die regelmäßig im Eingangsbereich bei offener Haustür geraucht hätten.

Adolfs droht nach mehr als 40 Jahren der Rauswurf aus seiner Wohnung, weil er die Nachbarn unzumutbar mit Qualm belästigt haben soll.

Der Bundesgerichtshof hatte den Fall an das Landgericht Düsseldorf zurückverwiesen und eine umfassende Beweisaufnahme angemahnt. Das Gericht vernahm daraufhin am Montag zwölf Zeugen. Lediglich eine von der Vermieterseite benannte Zeugin fehlte erkrankt. Die Zivilkammer unter Vorsitz von Richter Rolf Maurer will nun prüfen, ob die Zeugin noch gehört werden muss und hat für den 2. März einen Verkündungstermin angesetzt.

Der Fall beschäftigt die Justiz bereits seit 2013. Zunächst hatte das Amtsgericht den fristlosen Rauswurf des Rentners aus der Wohnung bestätigt. Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit der Nachbarn habe Vorrang vor dem Recht auf freie persönliche Entfaltung des Rauchers. Im Juni 2014 schlug sich in zweiter Instanz auch das Landgericht auf die Seite der betagten Vermieterin und wies die Berufung zurück.

Doch im Februar 2015 hob der Bundesgerichtshof das Urteil auf und ordnete eine Neuauflage an. Die Vorinstanzen hätten sich nicht um eine umfangreiche Beweisaufnahme drücken dürfen.

dpa

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