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Panorama Zutraulicher Delfin planscht mit Schwimmern
Nachrichten Panorama Zutraulicher Delfin planscht mit Schwimmern
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17:58 12.09.2016
In Kiel-Holtenau begeistert ein Delfin Schaulustige mit Sprungeinlagen (Symbolbild).   Quelle: nsa_image
Kiel

 Er lässt sich anfassen, stupst die Schwimmer an und dreht sich auf den Rücken. Seit Freitag sucht ein Delfin den Kontakt zu den Menschen, die vor Kiel-Holtenau zum Delfin-Schwimmen ins Wasser sprangen. Die Wasserschutzpolizei warnt jedoch, dass das Baden nahe Schleusen untersagt sei und den Schiffsverkehr behindere. Man solle Rücksicht auf den Meeressäuger nehmen, da dieser sich leicht bedrängt fühlen könnte.

Große Tümmler leben normalerweise in Verbänden in der Nordsee und im Atlantik. Seit gut einem Jahr werden immer wieder Delfine in der Ostsee gesichtet. Los ging es am 27. Mai 2015, als zwei Delfine in der Ostsee am Weißenhäuser Strand auftauchten und Mitte Juni vor der Schönberger Holm das Boot eines Hobby-Anglers begleiteten.

„Selfie“ und „Delfie“ sind weit rumgereist

Am 1. Dezember 2015 wurden wieder zwei Delfine zunächst vor Wismar in der Nähe der Wendtorfer Seebrücke entdeckt, die sich in den darauffolgenden Tagen in der Lübecker Bucht bei Scharbeutz und Neustadt tummelten. Dieselben Tiere wurden zuvor von September bis Ende November vor Schwedens Ostküste gesichtet und liebevoll „Selfie“ und „Delfie“ getauft.

„Der natürliche Lebensraum der Großen Tümmler sind die Nordsee und der Atlantik“, sagte der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Harald Benke. Auf der Jagd nach Nahrung dringen sie gelegentlich in die Ostsee vor. Während vor der dänischen Ostseeküste häufiger Tümmler beobachtet würden, seien vor der deutschen Ostseeküste bislang nur fünf Beobachtungen beschrieben worden, sagte Benke. Ganz selten schwämmen die Tiere bis in den baltischen Raum vor Finnland oder Lettland.

Erste Beobachtungen in der Ostsee 1842

Die erste Beobachtung in der deutschen Ostsee ist demnach für den 6. Mai 1842 vor Stralsund verzeichnet. Zehn Jahre später verirrte sich gar eine „Schule“ — also eine Gruppe — in den Greifswalder Bodden. Weitere Beobachtungen sind 1870 vor Kiel und 1882 für Lübeck verzeichnet. Zuletzt war 2007 ein totes, in der Ostsee treibendes Tier von einem Schiff auf der Fahrt nach Eckernförde in Schlepptau genommen worden.

Die Überlebenschancen für die Tümmler bezeichnete Benke als „gut“. Die Tiere seien in der Lage, große Strecken zurückzulegen. Mit den Heringen gebe es auch genügend Nahrung für die Delfine in der Ostsee. Auch seien die Tiere kalte Temperaturen gewohnt. Schwierig sei es nur, wenn in strengen Wintern Teile der Ostsee zufrieren. „Das ist für alle Lungenatmer ein Problem“, sagte Benke. In Not geriet ein Delfin im Februar 2016 vor Amrum: Seenotretter befreiten einen orientierungslosen Delfin, der immer wieder in Richtung Strand schwamm.

Schweinswale in der Elbe

Dass sich Schweinswale immer mal wieder in die Elbe verirrten, ist nicht ungewöhnlich. Schweinswale waren bis ins 19. Jahrhundert häufiger Gast in den Unterläufen der Flüsse. Vermutlich folgten sie den wandernden Fischschwärmen, die in den Flüssen ablaichen. Seit 2005 wurden die kleinen Meeressäuger wieder im Unterlauf der Weser beobachtet, seit 2012 vermehrt auch in der Elbe.

Von RND/dpa/gme

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