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Panorama Zwei Tote nach Tornado in Italien
Nachrichten Panorama Zwei Tote nach Tornado in Italien
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15:47 07.11.2016
Der Tornado hatte Bäume umstürzen lassen, Dächer von Häusern gerissen und Autos beschädigt.  Quelle: ANSA
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Rom

 Bei Unwettern mit einem Tornado sind in Italien zwei Menschen ums Leben gekommen und mehr als 20 verletzt worden. Heftiger Wind, starker Regen und Gewitter hatten am Sonntag vor allem in den Orten Ladispoli und Cesano nahe Rom Spuren der Verwüstung hinterlassen: Bäume stürzten um, Straßen wurden überschwemmt.

Auch am Montag sollte es in einigen Teilen des Landes Unwetter geben, etwa in der Toskana und in Kampanien, wie der Zivilschutz mitteilte. Der Tornado hatte einige Dächer von Häusern gerissen und Autos beschädigt. Im Küstenort Ladispoli – rund 50 Kilometer von Rom – und im nahe gelegenen Cesano starb jeweils ein Mensch, wie ein Sprecher des Zivilschutzes sagte.

Örtlichen Medienberichten zufolge wurde einer von ihnen von einem Baum getroffen, der andere von einem Gesimsstück einer Kirche. 22 Menschen seien verletzt worden, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa am Montag den Bürgermeister von Ladispoli, Crescenzo Paliotta. Es schwebe aber niemand in Lebensgefahr, 20 der Verletzten seien wieder Zuhause.

In Ladispoli war am Sonntag der Zugverkehr unterbrochen. Schulen sollten noch am Dienstag geschlossen bleiben. In der Hauptstadt hatte der starke Regen am späten Sonntagnachmittag rasch Straßen unter Wasser gesetzt. Rund 70 Bäume seien umgestürzt, sagte Bürgermeisterin Virginia Raggi laut Ansa am Montag. Starker Wind hatte Blumenkübel von Balkonen gefegt. Wegen der hohen Nachfrage waren zeitweise keine Taxen verfügbar.

Unwetter zieht in die Erdbebenregion in Mittelitalien weiter

Eine neue Unwetterwarnung gab es für Rom zunächst nicht. In Florenz hatte der Regen die Pegel des Arno steigen lassen, vorsichtshalber wurde eine Brücke im Zentrum geschlossen, berichtete die Tageszeitung „La Stampa“. Der Zivilschutz hielt seine Warnungen unter anderem für die Toskana und für Kampanien zunächst weiter aufrecht.

Die Unwetter sollten aber nach und nach von Nord- und Mittelitalien weiter nach Süden ziehen, hieß es in einer Mitteilung. Stürme und Gewitter werden dann in Kalabrien, Basilikata und Apulien erwartet.

Von RND/dpa

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